LEADER-PRESSEARCHIV

Bei Idealwetter wurden 25-järiges Bestehen und Aufwertung des heimatkundlichen Wanderweges begangen.


Ideales Wetter! Unter optimalen Bedingungen feierten die Stadt Heideck, der Arbeitskreis Heimatkundliche Sammlung und der Heimat- und Verschönerungsverein Laibstadt das 25-jährige Jubiläum des Heimatkundlichen Wanderwegs. Gleichzeitig wurde das LEADER-Projekt "Aufwertung des Heimatkundlichen Wanderwegs" eröffnet.

Der Heidecker Bürgermeister Ralf Beyer freute sich über einen "guten Anlass zum Feiern": den fertig gestellten Laibstädter Geschichtsweg und das zugehörige Faltblatt mit Landkarte und Erläuterungen. Er dankte dem Heimat- und Verschönerungsverein (HVV) Laibstadt, der die Bewirtung des Fests übernommen hatte, und dem Arbeitskreis Heimatkundliche Sammlung Heideck. Dieser wollte die in die Jahre gekommenen Informationstafeln erneuern und beispielsweise die im Rahmen einer Dissertation erforschten Erkenntnisse über die Keltenschanze den Wanderern nahebringen.
Kreisheimatpflegerin Eva Schultheiß hatte sich um die Zusammenstellung von Texten und Bildern für die Informationstafeln gekümmert und ein Faltblatt gestaltet, das den Wegverlauf und Infos über die Stationen enthält. Gemeinsam mit Dr. Reinhard Spörl hatte sie auch den Weg markiert, wofür es freilich reichlich Dank gab. Der Vorsitzende der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) ErLebenswelt Roth, Allersbergs Bürgermeister Bernhard Böckeler, schilderte die Arbeit der LAG und die vielen Projekte, die die EU durch das Programm LEADER in der Region zu verwirklichen hilft, unter anderem eben die Aufwertung des in die Jahre gekommenen Wanderwegs bei Laibstadt. Der Vorsitzende des Laibstädter HVV, Norbert Herler, erläuterte bei der von der Heidecker Stadtkapelle musikalisch umrahmten Feier, wie es zur Untersuchung der Keltenschanze durch Karin Berghausen kam. Diese Prospektion war der Ausgangspunkt für einen Aufsatz in Heft 30 der Heimatkundlichen Schriftenreihe des Landkreises Roth.
Als Attraktion erwies sich die Keltengruppe "Cernunnos Celtoi" aus Treuchtlingen, die das Gelände um die Keltenschanze "belebte" und das einstige Leben hier veranschaulichte: Sie zeigte, wie man vor mehr als 2000 Jahren Wolle verspann, bunte Bändchen webte, mit denen die Kleidung verziert werden konnte, wie bunte Glasperlen hergestellt oder welche Werkzeuge verwendet wurden. Die Gruppe errichtet zwischen Treuchtlingen und Auernheim die Keltenschanze "Cernubona" mit Werkzeugen wie einst, ein großes Ziel, das mit viel Egagement verfolgt wird. Karin Berghausen erläuterte, warumund wie sie die Lainstädter Keltenschanze im Rahmen ihrer Dissertation untersuchte. Die Wahl dieser Anlage sei auf ihre offene Lage in der Flur zurückzuführen, weit entfernt von zum Beispiel Hochspannungsleitungen oder Straßenverkehr, die die geo-magnetische Prospektion negativ beeinflussen oder verfälschen würden.
Überraschend deutlich hätten sich Spuren der einstigen Bebauung gezeigt. Auf der Infotafel seien diese dargestellt. Eine Grafikerin konnte aufgrund dieser Befunde eine Rekonstruktionszeichnung erstellen und so die einstige Siedlung veranschaulichen.
Schultheiß erläuterte dann anhand des aufliegenden Faltblatts den Wegeverlauf mit den weiteren Informationstafeln. Sie lud ein zu zwei Führungen auf einer Teilstrecke zur Tafel "Aussicht" und zur Rekonstruktion eines Bergwerk-Stollens.



Weitere Informationen und Material zum Thema finden Sie auf der rechten Navigationsleiste.


« zurück

DIREKT

INFOS

Gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER).

Logo Förderhinweis

Link zu contentXXL
©Landratsamt Roth 2019
generiert am 15.09.2019 18:32:05 ­