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Jugendzukunftswerkstatt


JugendzukunftswerkstattUnter dem Motto „Heute für morgen – design your future“ ist in der Rother Kulturfabrik erstmals eine Jugendzukunfts- werkstatt veranstaltet worden. Zu dem Workshop kamen 60 Kinder und Jugendliche aus dem ganzen Landkreis. Ziel war es, dass sich alle Teilnehmer im Alter von 13 bis 18 Jahren über ihre Wünsche, Anregungen, Ideen und Vorstellungen für ihre Zukunft und die ihrer Altersgenossen austauschen, sie zu Papier bringen, und am Ende des Tages in möglichst kreativer Form den anderen Teilnehmern präsentieren.

Im Publikum saßen auch Entscheidungsträger der Region: mehrere Bürgermeister und Landrat Herbert Eckstein. Denn auch an sie richten sich die Anregungen der Jugendlichen für das öffentliche Leben. Die Bandbreite der jungen Teilnehmer war bunt gemischt. Schülerinnen und Schüler von Greding bis nach Wendelstein waren gekommen. Sie besuchen die unterschiedlichsten Schulformen – vom Förderzentrum Comeniusschule bis hin zu den Gymnasien. Außerdem beteiligten sich die Mitglieder einiger Jugendverbände. Im Vorfeld hatte der Veranstalter, der Verein ErLebenswelt, der die Jugendzukunftswerkstatt in Kooperation mit dem Kreisjugendring Roth auf die Beine stellte, an den Schulen um rege Teilnahme geworben. Die Resonanz war groß, und das lag nicht nur an einem schulfreien Tag, sondern auch daran, dass sich die jungen Leute jede Menge Gedanken über ihre Zukunft und die ihrer Region machten. Schon im Vorfeld war online viel diskutiert und Material gesammelt worden: Auf der Homepage www.heutefuermorgen.kjr-roth.de konnten sich alle Jugendlichen darüber austauschen, welche Themen für sie wichtig sind.

Daraus entstanden schließlich sechs Workshops, an denen in der Kulturfabrik am Stichtag gearbeitet wurde: Schule, Inklusion, Partizipation in der Gemeinde, Mobilität, Freizeitgestaltung und Ausbildung. Dabei durfte natürlich auch gemeckert werden – und das nicht zu knapp.An Schautafeln befestigten die Schüler auf einer Seite ihre Kritik an bestehenden Verhältnissen, auf der anderen Seite ihre Visionen. Danach wurde gemeinsam eine mögliche Lösung erarbeitet. So wurde zum Beispiel in der Rubrik „Meine Gemeinde – meine Meinung“ der Wunsch nach besseren Internetverbindungen auch in kleinen Orten laut und nach besseren Ansprechpartnern für junge Leute in den Gemeinden. Speziell in Roth wurde ein Wunsch für die Kirchweih geäußert: „Bierzelt mit guten Bands statt Stadthalle.“ Aus den Workshops wurden außerdem regelmäßig sogenannte Außenminister in die anderen Arbeitsgruppen entsandt, damit sich Ideen auch gruppenübergreifend verbreiten konnten. Begleitet wurde dieser Entstehungsprozess auch medial: Es gab eine Videocrew und eine Onlineredaktion, die ihre Berichte gleich auf die dazugehörige Facebook-Seite postete. Dabei wurden sowohl Teilnehmer als auch Organisatoren interviewt.

So sagte darin zum Beispiel Nadine Menchen, die Geschäftsführerin von ErLebenswelt Roth, dass es im Landkreis Roth Zeit geworden sei für solch eine Werkstatt: „Unser Wunsch als Veranstalter ist es, dabei zu helfen, dass ihr jungen Leute  mit denjenigen, die euch bei der Umsetzung eurer Ideen unterstützen können, zusammenkommt. Das kann die Politik, können die Vereine oder auch ihr selber sein.“ Kreativität war schließlich bei der Präsentation der Ergebnisse gefragt: Die Gruppen trugen sie in Form von Improvisationstheater, als Märchen, als Vorstellungsgespräch oder lautstark und öffentlichkeitswirksam mit einem Megafon vor. Der Moderator Simon Haagen von der Jugendbildungsstätte Burg Hoheneck wies nach den kurzweiligen Präsentationen auf das große Potenzial hin, das an nur einem Tag erarbeitet worden sei. Oft seien es die kleinen Schritte, die zu großen Verbesserungen führen würden. Im Beisein ihrer zahlreich erschienenen Politikerkollegen, darunter die Bürgermeister Ralph Edelhäußer (Roth), Ben Schwarz (Georgensgmünd) und Robert Pfann (Schwanstetten) zogen am Ende Landrat Herbert Eckstein und Röttenbachs Bürgermeister Thomas Schneider ein Fazit. Für Eckstein war es „spannend zu hören, wie es den anderen geht“. Die Kunst sei nun, auch dranzubleiben, um gemeinsam etwas zu entwickeln. Laut Schneider dürfen „wir alten Säcke“ nicht wie früher den Fehler machen, alles besser wissen zu wollen. Heute habe er die Stimme der Jugend im Landkreis Roth vernommen und lobte deren kreatives Potenzial. Es sei nicht immer leicht, Mehrheiten für all diese Ideen zu finden, aber er forderte alle Beteiligten auf, an den Themen weiterzuarbeiten, bei der Stange zu bleiben und noch mehr Freunde und Bekannte mit einzubringen, damit so viel wie möglich auf den Weg gebracht werden könne. Wer genau wissen will, was die Landkreisjugend denkt und fühlt und was sie im Rahmen dieser ersten Jugendzukunftswerkstatt bereits auf den Weg gebracht hat, für den lohnt sich ein Besuch im Internet unter www.heutefuermorgen.kjr-roth.de oder bei Facebook unter „Jugendzukunftswerkstatt–heute für morgen“.

Quell: Roth-Hilpoltsteiner Volkszeitung



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