Wohnberechtigung


Der Vermieter von öffentlich geförderten Wohnungen (Sozialwohnungen) darf nur an Wohnungssuchende vermieten, die eine Bescheinigung über die Wohnberechtigung vorweisen können. Für diese Bescheinigung sind die Einkommensverhältnisse im Zeitpunkt der Antragstellung maßgebend. Die Einkommensgrenzen und die Wohnungsgrößen richten sich nach der Zahl der Familienmitglieder des Wohnungssuchenden.

Der Antrag ist bei dem Landratsamt zu stellen, in dessen Bereich der Wohnungssuchende seinen Hauptwohnsitz hat. Bei Vorliegen der Voraussetzungen wird die Bescheinigung für die Dauer eines Jahres erteilt.

Benötigte Unterlagen:

  • Antrag auf Erteilung einer Wohnberechtigungsbescheinigung (WBS I)
  • Einkommenserklärung des Antragstellers (Formblatt Stabau III a)
  • Einkommenserklärung für weitere Haushaltsangehörige (Formblatt Staubau III b)
  • Nachweise über das Einkommen der letzten 12 Monate aller Personen, die die betreffende Wohnung beziehen
  • Mutterpass, bei einer bestehenden Schwangerschaft
  • Ausweis bei Schwerbehinderung (Grad der Behinderung von wenigstens 50)
  • Heiratsurkunde (wenn die Ehe in den letzten zehn Jahren geschlossen wurde und keiner der Ehegatten das 40. Lebensjahr vollendet hat)

Einkommensgrenzen

Die Einkommensgrenze richtet sich nach Art. 4 Abs. 1 Bayerisches Wohnungsbindungsgesetz (BayWoBindG) und beträgt

  • für einen Einpersonenhaushalt                                         14.000 €
  • für einen Zweipersonenhaushalt                                       22.000 €
  • zzgl. für jede weitere zum Haushalt rechnende Person          4.000 €

Für jedes Kind erhöht sich die Einkommensgrenze um weitere 1.000 €.

Freibeträge

Vom Jahreseinkommen der Haushaltsangehörigen werden Freibeträge abgesetzt

  • 4.000 € für jeden Menschen mit einem Grad der Behinderung von wenigstens 50
  • 5.000 € für junge Ehepaare bis zum Ablauf des zehnten Jahres nach dem Jahr der Eheschließung, zudem dürfen beide Ehegatten das 40. Lebensjahr noch nicht vollendet haben

Abzugsbeträge

Aufwendungen, die für die Erfüllung gesetzlicher Unterhaltsverpflichtungen geleistet werden, sind als Abzugsbeträge vom Jahreseinkommen abzusetzen. Geleistete Beträge können durch Vorlage einer notariell beurkundeten Unterhaltsvereinbarung, eines Unterhaltstitels oder eines Unterhaltsbescheides nachgewiesen werden. 

Zeitraum für die Ermittlung des Jahreseinkommens

Bei der Ermittlung des Jahreseinkommens wird in der Regel das Einkommen, das innerhalb der letzten 12 Monate erzielt wurde, zugrunde gelegt. Bei einer dauerhaften Änderung des Einkommens (Arbeitsplatzwechsel, unbefristeter neuer Arbeitsvertrag) wird das Zwölffache des geänderten monatlichen Einkommens berücksichtigt. Zudem werden jahresbezogene Leistungen (Urlaubsgeld, Weihnachtszuwendung) zum Einkommen hinzugerechnet.


Hinweis:
Formulare zum Beantragen eines Wohnberechtigungsscheines finden Sie unter nebenstehendem Link.
             (Wohnberechtigung (WBS I) - Erteilung eines Wohnberechtigungsscheins bzw. Benennung für eine bestimmte Wohnung)




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generiert am 22.09.2019 18:11:30 ­