Brandschutz


Den Vorschriften über den vorbeugenden baulichen Brandschutz kommt im Rahmen des Baurechts schon immer eine überragende Bedeutung zu. Sie bilden einen Hauptbestandteil des Bauaufsichtsrechts. Ihre Aufgabe ist es, die Entstehung und Ausbreitung von Schadensfeuer und Rauch zu verhindern und im Brandfalle die Rettung von Menschen, Tieren und Sachwerten und eine wirksame Brandbekämpfung zu ermöglichen. Sie stellen Anforderungen an die Lage der baulichen Anlage, die Ausführung der einzelnen Bauteile, die Notwendigkeit von Rettungswegen und die Zugänglichkeit für die Feuerwehr.
Sie gelten für alle Bauvorhaben, unabhängig ob sie genehmigungspflichtig oder verfahrensfrei sind.


Bei der sog. „Genehmigungsfreistellung“ (Art. 58 BayBO) und im vereinfachten Genehmigungsverfahren nach Art. 59 BayBO wird die Übereinstimmung des Vorhabens mit den bautechnischen Vorschriften, also auch den brandschutztechnischen Anforderungen, von den Bauaufsichtsbehörden nicht überprüft. Ihre Beachtung bei der Planung und Bauaus-führung fällt damit allein in die Eigenverantwortlichkeit und Haftung (sowohl in öffentlich-, zivil- und strafrechtlicher Hinsicht) des Bauherrn und der anderen am Bau Beteiligten.
In diesen Fällen ist der Bauherr verpflichtet, vor Baubeginn, spätestens jedoch vor Ausführung der jeweiligen Bauabschnitte die jeweils erforderlichen Nachweise durch entsprechend bauvorlageberechtigte Entwurfsverfasser erstellen zu lassen.


Im Genehmigungsverfahren für Sonderbauten (Art. 60 BayBO) erfolgt eine Prüfung durch die Bauaufsichtsbehörde (oder ggf. Prüfamt bzw. Prüfingenieur). Wird für den vorbeugenden Brandschutz die Bescheinigung eines (privaten) verantwortlichen Sachverständigen vorgelegt, entfällt diese Prüfung (Art. 62 Abs. 4 BayBO).



Weitere Informationen und Material zum Thema finden Sie auf der rechten Navigationsleiste.


« zurück
Link zu contentXXL
©Landratsamt Roth 2019
generiert am 22.09.2019 18:12:03 ­