Private Grundwassernutzung


Zunächst ist immer vom Grundsatz auszugehen, wonach jede private Benutzung von Grundwasser erlaubnispflichtig ist gem. § 9 Abs. 1 Nrn. 5 Wasserhaushaltsgesetz (WHG) i.V.m. Art. 15 Bayerisches Wassergesetz (BayWG).

Grundwasserbenutzungen stellen insbesondere folgende Maßnahmen dar:

  • Einbringen von Stoffen in das Grundwasser
  • Entnehmen, Zutageleiten und Ableiten von Grundwasser

Nach § 46 WHG und dem Art. 29 BayWG sind jedoch auch erlaubnisfreie Grundwasserbenutzungen definiert.

So stellen erlaubnisfreie Grundwasserbenutzungen insbesondere folgende Maßnahmen dar:

Das Entnehmen, Zutagefördern, Zutageleiten und Ableiten von Grundwasser

  • für den Haushalt
  • für den landwirtschaftlichen Hofbetrieb
  • für das Tränken von Vieh außerhalb des Hofbetriebs
  • in geringen Mengen zu einem vorübergehenden Zweck
  • in geringen Mengen für Zwecke der Land- und Forstwirtschaft und des Gartenbaus zur Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit

Da es sich hierbei um unbestimmte Rechtsbegriffe handelt, und diese darüber hinaus nicht für jeden Standort (z.B. Wasserschutzgebiet) anwendbar sind, sollte vor jeder Grundwasserbenutzung mit dem Landratsamt Roth die wasserwirtschaftliche und wasserrechtliche Einzelfallsituation besprochen werden.

Es ist im übrigen jede Bohrung eines Brunnens vor Durchführung anzeigepflichtig, auch wenn eine erlaubnisfreie Grundwassernutzung damit verbunden ist.

Als festzusetzende Kosten fallen die Bescheidsgebühr sowie die Auslagen für Postzustellung an.
Im Rahmen der Bearbeitung einer Bohranzeige im Zusammenhang mit einer erlaubnisfreien Grundwasserbenutzung wird eine einmalige Bearbeitungsgebühr festgesetzt.



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generiert am 18.02.2020 10:29:11 ­