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WEITERE MUSEEN

Jüdische Geschichte in Georgensgmünd


Jüdischer Friedhof; Foto: Salvatore Giurdanella

Die Gemeinde Georgensgmünd hat eine bewegte jüdische Geschichte. Zeitweise waren 40
Prozent der Einwohner Juden. 1938 wurden die letzten von ihnen gezwungen, ihren Besitz
zu verkaufen und den Ort zu verlassen. Die 1734 errichtete Synagoge wurde restauriert und
zeugt heute zusammen mit dem Friedhof von der Geschichte des fränkischen Landjudentums.


Die Wurzeln der jüdischen Gemeinde in Georgensgmünd reichen zurück bis ins 16. Jahrhundert.
Das Jüdische Museum in Georgensgmünd gibt mit der restaurierten Synagoge,
einem großen jüdischen Friedhof und dem Taharahaus, dem rituellen Leichenwaschhaus,
einen umfassenden Einblick in das einstige jüdisch-religiöse Leben im ländlichen Raum.


Zur 1734 erbauten Synagoge gehören zwei Ritualbäder – eine ältere Kellermikwe aus der
Bauzeit der Synagoge und eine beheizbare neue Mikwe im Erdgeschoss. Eine im Inneren
freigelegte Malerei deutet in Stil und Ausführung auf den polnischen Wandermaler Elieser
Sussmann hin. Sehenswerte Objekte aus der Georgensgmünder Genisa, dem Aufbewahrungsort
für nicht mehr brauchbare Schriften und Gegenstände aus der Synagoge, sind in
der ehemaligen Synagoge ausgestellt.


Auf dem großen jüdischen Friedhof (Judenbastei) unweit der Synagoge sind etwa 1800
Grabsteine erhalten. Das renovierte Taharahaus am Friedhofsgelände ist als erhaltenes
Leichenwaschhaus dieses Alters und dieser Größe eine Besonderheit in Bayern.

 

Jüdisches Museum
Am Anger 9 • 91166 Georgensgmünd
Tel.: 09172 70373
E-Mail: info@georgensgmuend.de
www.georgensgmuend.de

Öffnungszeiten
zu regelmäßigen Führungen
(April – September: 1x monatlich,
Termine auf Anfrage)
sowie nach Vereinbarung



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generiert am 14.12.2018 11:53:01 ­