
Gesucht: Obst für den Landkreissaft 2026
Landratsamt weist auf Sammeltermine für Überbestände hin
Stand: 03.09.2026
Apfelsaft und -schorle, sie gehören bei uns längst zu den beliebtesten Durstlöschern überhaupt. Mit dem Landkreissaft lässt sich da noch eines draufsetzen – nämlich ein gutes Gefühl. Damit es auch dieses Jahr genügend gibt, ist aber Mithilfe gefragt.
Denn ohne Obst kein Saft, macht Johannes Schneider, der Kreisfachberater für Gartenbau und Landespflege deutlich. Er erinnert an die Idee, die am Landratsamt entstand und nun in die vierte Runde geht: Äpfel, die „übrig“ sind, zu übernehmen. Denn eines ist auch klar. Das Angebot des Landkreises soll keine Konkurrenz sein, sondern ein „Auffangangebot“ für Obst, das sonst im wahrsten Sinne des Wortes liegen bleiben würde. Weil ihre Besitzer ihren Eigenbedarf schon gedeckt oder schlicht kein Interesse am Mosten haben.
Genau da setzt die Idee an – denn es braucht nicht mehr, als die Äpfel zu sammeln und abzugeben. In den vergangenen Jahren ist das Angebot gut angenommen worden, berichtet Mit-Initiator Stefan Forster, Chef der Kreisentwicklung am Landratsamt. Wohl wissend, dass die Ernten in diesem Jahr hitzebedingt wohl geringer ausfallen werden, hofft er dennoch auf Unterstützung. Zumal der Saft, gerade in den kleinen 0,2 Liter-Falschen abgefüllt, sich bei Veranstaltungen oder auch in Geschenkkörben bestens mache.
Landrat Ben Schwarz war von Anfang an von der Idee begeistert. „Streuobstwiesen tragen zum Erhalt der Artenvielfalt bei und stehen für naturnahe Bewirtschaftung.“ Nicht zuletzt gehören sie zum Landschaftsbild. „Ich kann nur dafür werben, Ernteüberbestände abzugeben.“
Die Firma Streidel Agrarhandel in Heideck (Hauptstraße 26) bietet Sammeltermine an. Obst wird ab Ende September immer montags und samstags (bis 26. Oktober, Ausnahme 3. und 10.) jeweils von 9 bis 12 Uhr entgegengenommen und mit elf Euro je 100 Kilogramm Obst entlohnt. Auch Birnen können zu den gleichen Konditionen – jedoch getrennt von den Äpfeln – abgegeben werden. Es wird gebeten, bei der Anlieferung auf Qualität und Reife des frisch geernteten Obstes zu achten. Faulige oder schimmelige Äpfel und Birnen können nicht angenommen werden. Verarbeitet wird das Obst dann über die Mosterei Billing in Weißenburg.
Für Fragen zum Projekt und zur Anlieferung steht Johannes Schneider von der Kreisfachberatung für Gartenkultur und Landespflege zur Verfügung (Kontakt untenstehend).
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