Rindfleisch aus dem Landkreis Roth

Saftige Steaks, zartes Filet, feiner Tafelspitz – Rind liefert Fleisch für jeden Geschmack. Wem dabei bewusster Genuss wichtig ist, der kauft direkt beim Bauern aus der Region. Artgerechte Haltung, ausreichend Bewegung bis hin zu einer humanen Schlachtung spiegeln sich deutlich in der Qualität des Fleisches wieder, das Sie mit gutem Gewissen genießen können.

Darüber hinaus hat Rindfleisch aus der Region noch mehr zu bieten: Kurze Transportwege vom Erzeuger zum Verbraucher sind nachhaltig für die Umwelt und insbesondere die Weiderindhaltung bietet weiteren Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten.

Daher der Appell an alle Genießer von gutem Rindfleisch: Weg von der Massentierhaltung – hin zu nachhaltigen, achtsamen Fleischgenuss – mit Qualitätsfleisch von unseren heimischen Landwirten, bei dessen Erzeugung das Wohl der Tiere und der Umwelt im Mittelpunkt stehen.

Bewusst einkaufen – selbst zubereiten und genießen – in diesem Sinne: Guten Appetit!

Regionales Weiderind – Dreiklang von Ökologie, Tierwohl und Genuss

Bereits vor rund 10.000 Jahren wurden die ersten Rinder gezüchtet. Die Ausbreitung erfolgte von Indien über Kleinasien bis nach Europa, wo sich unterschiedliche Rassen entwickelten. Lange Zeit wurde das Rind als Nutz- und Arbeitstier gehalten und auch heute noch versorgt es den Menschen v.a. mit Milch, Fleisch und Leder.

Milch und Rindfleisch enthalten hochwertige, für den menschlichen Organismus gut nutzbare Eiweiße, Vitamine, Mineralstoffe sowie lebenswichtige Fettsäuren. Speziell das Fleisch ist unter den Nahrungsmitteln ein wichtiger Lieferant von Eisen und Vitamin B12.

Besonders Weidefleisch kann durch einen signifikant höheren Gehalt an den für den Menschen essentiellen Omega-3-Fettsäure punkten. Der Genusswert von Rindfleisch hängt wesentlich von der Reifung nach dem Schlachten und der Verteilung feiner Fettadern im Muskelgewebe (Marmorierung) ab. Regionale Produkte mit einer hohen Fleischqualität rechtfertigen dann auch einen höheren Einkaufspreis. Im Sinne der Nachhaltigkeit ist eine ganzheitliche Verwertung des Tieres von besonderer Bedeutung. Nicht nur die Edelteile (z.B. Tafelspitz oder Roastbeef) sollten in der Küche verwendet werden, auch andere Teilstücke (z.B. Beinscheibe, Rinderbrust, Zwerchfell) eignen sich bestens für leckere Gerichte.

Bei der Weidenutzung entstehen diese hochwertigen und schmackhaften Lebensmittel, ohne dass die Rinder in Nahrungskonkurrenz zum Menschen treten.

Rinder können mehr als Milch und Fleisch!

Die Weidehaltung erlebt in Bayern derzeit eine Renaissance. Diese uralte Form der Nutztierhaltung kommt zum einen dem natürlichen Verhalten der Tiere sehr entgegen. Andererseits hält die Beweidung auch ertragsärmere Flächen offen und prägt damit das Landschaftsbild vor unserer Haustür.

Gerade extensive Weiden sind bei angepasster Nutzung ein idealer Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, die sich dort in einer Lebensgemeinschaft mit dem Weidevieh entwickeln können.

Die Artenvielfalt schlägt sich nicht zuletzt auch bei den verwendeten Rinderrassen nieder, die teilweise vom Aussterben bedroht sind. In Franken kommt hier z.B. das heimische Gelbvieh zu neuen Ehren.

Fazit: Regionales Weiderind – ein gutes Stück Heimat!

Frau Landmann