
Schülerin ist an Tuberkulose erkrankt
Das hat Folgen für das Gymnasium Wendelstein und ihr Umfeld – Das Gesundheitsamt informiert
Stand: 07.10.2026
Unerfreuliche Nachricht an diesem Nachmittag aus Wendelstein. Das Gesundheitsamt geht seit gestern (Mittwoch) einem Fall von Tuberkulose nach – eine Schülerin ist nachweislich erkrankt. Aber es gibt auch gute Nachrichten.
Der Jugendlichen, die sich aktuell im Krankenhaus in Isolation befindet, gehe es nach derzeitigem Wissensstand verhältnismäßig gut, lässt Dr. Stefan Schmitzer, Leiter des Gesundheitsamts, wissen. Er weist zudem darauf hin, dass alle Kontaktpersonen im schulischen Umfeld vorsorglich getestet wurden oder werden. Die betroffenen Familien der Schülerinnen und Schüler wurden über die notwendigen Maßnahmen informiert. Die Gesundheitsbehörde und die Schulleitung arbeiten eng zusammen, um eine zeitnahe Untersuchung der betroffenen Personen zu ermöglichen.
Tuberkulose, durch Bakterien verursacht, ist eine seltene Erkrankung, die medikamentös sehr gut zu behandeln ist. Die Inzidenz lag im Jahr 2025 bei 4,22 Fällen pro 100 000 Einwohnerinnen und Einwohner. Zur Einordnung: der Landkreis hat rund 130 000. Eine Impfung wird in Deutschland nicht mehr empfohlen. Das Infektionsrisiko wird als äußerst gering eingeschätzt.
Tuberkulose verursacht Beschwerden wie länger anhaltenden Husten mit oder ohne Auswurf, Gewichtsabnahme, Appetitlosigkeit, Müdigkeit, leichtes Fieber, Nachtschweiß oder selten Bluthusten. Nicht alle Patienten und Patientinnen fühlen sich krank, besonders zu Beginn der Erkrankung können Symptome nur gering ausgeprägt sein oder sogar fehlen. Tuberkulose ist prinzipiell schwer übertragbar. Je enger und häufiger der Kontakt zu einer ansteckenden Person ist, desto höher ist das Risiko. Kinder haben zudem ein höheres Risiko als Erwachsene schwer zu erkranken, weil ihr Immunsystem weniger entwickelt als das von Erwachsenen.
Große Sorgen muss sich grundsätzlich aber niemand machen, möchte Dr. Schmitzer beruhigen. Eine erkrankte Person ist bei wirksamer medizinischer Behandlung meist schon nach einigen Wochen nicht mehr ansteckend. Wenn in der Umgebungsuntersuchung eine Infektion mit Tuberkuloseerregern festgestellt wird, die Person aber nicht erkrankt ist, wird in der Regel eine vorbeugende Behandlung mit speziellen Medikamenten eingeleitet, um ein späteres Ausbrechen der Erkrankung zu verhindern. Eine Übertragung durch Menschen, die mit einem an ansteckender Tuberkulose Erkrankten Kontakt hatten und nicht selbst erkrankt sind, ist nicht möglich.
Gesundheitsamt Roth
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