
Gesundheitsamt bittet um Mithilfe
Asiatische Tigermücke: Wachsamkeit ist geboten – Jeder kann mithelfen
Stand: 03.03.2026
Im September 2025 wurde die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) erstmals in Schwabach nachgewiesen, genauer gesagt im Stadtteil Forsthof. Nachdem der nun nicht gerade weit der Landkreisgrenze liegt, möchte das Gesundheitsamt gerade in und um Kammerstein, Rednitzhembach oder Büchenbach auf die Gefahr aufmerksam zu machen. Stadt und Landkreis rufen die Bevölkerung in der Folge gemeinsam auf, bei deren Eindämmung mitzuwirken.
„Jeder kann in seinem Garten oder auf seinem Grundstück mit einfachen Maßnahmen einen Beitrag leisten“, betont Dr. Stefan Schmitzer, Leiter des Gesundheitsamts am Landratsamt Roth, das auch für Schwabach zuständig ist. Sein Hauptaugenmerk liegt auf der Sensibilisierung für das Thema sowie den Handlungsempfehlungen. „Je mehr Menschen Bescheid wissen und besonnen handeln, desto höher die Chance, die von der Mücke eingeschleppten Krankheiten einzudämmen.“
Die Tigermücke stammt ursprünglich aus Südostasien und kann tropische Krankheiten wie das Dengue-, Zika- oder Chikungunya-Virus übertragen. In Deutschland ist das Risiko derzeit allerding sehr gering, ordnet Dr. Schmitzer ergänzend ein. Bisher sind keine durch das Insekt übertragenen Infektionen bekannt geworden. Die Mücken selbst tragen die Viren nicht automatisch in sich, sondern müssen diese durch das Stechen erkrankter Personen aufnehmen. „Deshalb ist es bei der Rückkehr aus den entsprechenden Reisegebieten sinnvoll, den Mückenschutz, etwa durch den Einsatz entsprechender Sprays, auch in Deutschland noch etwa zwei Wochen aufrecht zu erhalten“, so Schmitzer.
Der Mediziner weiß zudem, dass sich die Ausbreitung durch wenige Maßnahmen gut eindämmen lässt – deren Beherzigung umso wichtiger ist. Nachdem besonders künstliche Wasseransammlungen wie Gießkannen, Untersetzer von Blumentöpfen, Vogeltränken oder offene Regenrinnen Bruträume der Tigermücke sind, sollten diese mindestens wöchentlich geleert und gereinigt werden.
Weitere Handlungsempfehlungen sind: Unbenutzte Behältnisse wie Planschbecken, Reifen, Kinderspielzeug aus dem Freien entfernen oder umdrehen/abdecken; Regentonnen mit einem feinmaschigen Netz oder einem Deckel verschließen; Bei wasserspeichernden Blumentöpfen und -kästen die Einfüllöffnung mit einem Schwamm oder ähnlichen verschließen; Laub aus Regenrinnen und Gullys regelmäßig entfernen, damit diese nicht verstopfen; Öffnungen, die sich als Brutstätten eignen, verschließen. Hier gelte es, die Augen offen zu halten, weil dies beispielsweise auch die Füße von Sonnenschirmen sein können, die Lösung könne da ein einfaches Klebeband sein. An Mauern, Zäunen oder Astlöchern kann man Sand verwenden.
„Bitte mit all dem in den kommenden Monaten nicht nachlassen“, wirbt Dr. Stefan Schmitzer für Konstanz im Kampf gegen die Tigermücke, die aufgrund der steigenden Temperaturen ihre Aktien und Aktivitäten sicher erst in den kommenden Wochen in die Höhe treiben wird. Alle eindämmenden Maßnahmen sollten regelmäßig wiederholt werden, unterstreicht der Experte. Wenn das Insekt auch nach aktuellem Stand für Menschen ungefährlich scheint, lohnt es sich schon alleine aufgrund seines aggressiven Stechverhaltens untertags, dieses zu bekämpfen - Kategorie: „extrem nervig“.
Gut zu wissen: Bürgerinnen und Bürger, die auffällige Stechmücken entdecken, können (und sollen) diese an das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit senden. Das Formular findet sich über untenstehendem Link auf der Webseite des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Die Merkmale der Tigermücke sind: kleiner als eine Ein-Cent-Münze, schwarz mit auffällig weißen Streifen, weißer Längsstreifen auf dem Rücken, sehr aktiv tagsüber, bevorzugt Brutstätten in kleinen Wasseransammlungen. Wichtig ist, dass die Stechmücken möglichst im Ganzen versendet und nicht zerquetscht werden. Geeignetes Verpackungsmaterial sind Streichholz- oder Tablettenschachteln, Bonbondosen oder Plastikröhrchen. Die Stechmücken sollten trocken versendet und nicht in Flüssigkeiten wie Alkohol eingelegt werden.
Bei weiteren Fragen oder Hinweisen auf Vorkommen können sich Bürger und Bürgerinnen an das Gesundheitsamt wenden.
Weiterführende Informationen und Dokument zum Stechmücken-Monitoring
Gesundheitsamt Roth
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