
„Besonnen handeln“
Der Eichenprozessionsspinner ist aktuell in aller Munde – das sollten Sie wissen
Stand: 18.06.2026
Der Eichenprozessionsspinner ist ein Schmetterling (Nachtfalter), dessen Raupen eine Gesundheitsgefahr darstellen. Die Brennhaare enthalten das Nesselgift Thaumetopoein, das bei Menschen und Tieren Entzündungsreaktionen auslösen kann. Dies sind insbesondere Hautreaktionen, die mit Rötungen, starkem Juckreiz, Asthmabeschwerden oder gar einem anaphylaktischen Schock einhergehen können. Die Symptome können auch erst Stunden nach dem Kontakt mit den feinen, 0,1 bis 0,3 Millimeter langen und mit Widerhaken versehenen Brennhaaren auftreten.
Der Eichenprozessionsspinner ist wärmeliebend und bevorzugt zur Eiablage besonnte, freistehende Eichen oder lichte Gruppen.
So verhalten Sie sich richtig:
Abstand zu betroffenen Eichen halten, Bereiche mit Warnhinweisen meiden. Fundorte des Eichenprozessionsspinners im öffentlichen Raum sind in der Regel mit deutlichen Warnschildern gekennzeichnet. Wege nicht verlassen, befallene Eichen meiden. Auf Kinder sowie Haustiere achten und weder Raupen noch Gespinste berühren.
Nach Kontakt schnellstmöglich kalt duschen, Haare waschen und Kleidung wechseln. Kleidung bei mindestens 60 Grad waschen.
Bei Symptomen – stark juckender, auch lang anhaltender, Hautausschlag, sehr selten Fieber oder Atemwegsbeschwerden – einen Arzt aufsuchen.
Ein Befall sollte der Stadt- oder Gemeindeverwaltung oder dem Landratsamt gemeldet werden.
Weiterführende Links (extern)
Gartenbau & Landespflege
Kreisfachberatung Landratsamt Roth
Gartenkultur und Landespflege