Hohe Auszeichnung für Grand Dame der Kunst

Christel Vogelsang erhielt das Ehrenzeichen des Ministerpräsidenten – Für den Landrat ist sie ein Vorbild
Stand: 02.02.2026

„Über alle Maßen“ und das über Jahrzehnte hinweg hat sich Christel Vogelsang für „ihre“ Gemeinde engagiert und ihr wie keine andere einen künstlerischen Stempel aufgedrückt. Irgendwie nur logisch, dass sie dafür nun das Ehrenzeichen des Ministerpräsidenten für Verdienste im Ehrenamt erhielt. Es sollte nicht die einzige Auszeichnung des Tages bleiben, die Rednitzhembacherin bekam noch einen „Titel“ obendrauf.

Bürgermeister Jürgen Spahl bezeichnete die 87-Jährige als „Grande Dame der Kunst“. Seit 2002 fungiert Christel Vogelsang als Kulturbeauftragte der Gemeinde – und zwar in ihrer Freizeit. „Deine Lebensfreude sowie Energie und Leidenschaft für Kunst und Kultur ist unglaublich“, schloss sich Landrat Ben Schwarz den Lobesworten nur allzu gerne an. Die Hembacherin sei eine beste Repräsentantin der Gemeinde, die die für Kunst und Kultur stehe, die Kunst-Gemeinde Rednitzhembach sei untrennbar mit dem Namen Christel Vogelsang verbunden. Der ganze Landkreis kenne sie. „Du bist Vorbild für ehrenamtliches Engagement“, anerkannte Schwarz voller Hochachtung.

Jürgen Spahl, der wie Kreisrat Marcel Schneider die Ehrung angeregt hatte, betonte, dass Vogelsang maßgeblich dazu beigetragen habe, dass man die Gemeinde Rednitzhembach und Kunst in einem Namen nennt. Fast 150 Ausstellungen hat sie in Foyer- und Rathaus-Galerie seit 2003 ermöglicht und dafür viel Zeit und Engagement „und Spürsinn“ an den Tag gelegt.

Christel Vogelsang hat recherchiert, andere Werkschauen besucht und sich ein Netzwerk aufgebaut, lobte Spahl. Zudem lasse sie es sich nicht nehmen, die jeweiligen Künstler bei den Vernissagen persönlich vorzustellen. Eine Leistung der anderen Art: Dass es dabei gelungen sei, namhafte Persönlichkeiten in die Gemeinde zu holen, aber auch Newcomern und Autodidakten ein Forum zu verschaffen. „Der Beginn deiner Zeit als Kulturbeauftragte war eine spannende“, erinnerte er und fügte an, dass der Kunstweg – mittlerweile eine der größten Open-Air-Galerien Frankens – maßgeblich ihre Handschrift trage.

Nicht vergessen werden sollte in der feinen und zugleich festlichen Feierstunde Vogelsangs Engagement im Gemeinderat, dem sie 30 Jahre angehörte. 18 davon fungierte sie sogar als Fraktionsvorsitzende der SPD.  Zudem ist sie eines der Gründungsmitglieder des 2000 ins Leben gerufenen Kunstbeirats. Auch dem Hembacher Tennisclub hält sie seit vielen Jahrzehnten die Treue, lange auch als aktive Spielerin.

Christel Vogelsang zeigte sich sehr gerührt von der Auszeichnung und den warmen Worten. Sie wollte eines besonders betonen: „Mir hat die Aufgabe immer viel Freude bereitet. Insbesondere, da ich viele Künstler und Kunstinteressierte kennenlernen durfte. Es war immer eine gute Zusammenarbeit mit Bürgermeister Jürgen Spahl, Christine Voh vom Rathaus und den Mitgliedern des Kunstbeirates.“

Wenngleich sie ihr Amt demnächst offiziell abgeben wird, werde sie der Kunst doch verbunden bleiben, sicherte sie zu und versprach, ihr Wissen an einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin gerne weiterzugeben. „Die Kunst soll weiterleben“, wünschte sie. Besonders schön wäre es, wenn sich junge Leute für sie begeistern könnten – und sich von ihr begeistern ließen.

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