Lokale Entwicklungsstrategie

Lokale Entwicklungsstrategie

Der Verein ErLebenswelt Roth e. V. wurde am 26. Mai 2003 zur Abwicklung und Umsetzung von Projekten, die über das Förderprogramm LEADER der Europäischen Union gefördert werden, gegründet. Hauptaktivität ist die Umsetzung der Lokalen Entwicklungsstrategie im Landkreis Roth. Um Fördergelder aus dem ELER-Fonds zu erhalten, mussten sich Lokale Aktionsgruppen beim Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten bewerben und einem Auswahlgremium eine Lokale Entwicklungsstrategie (LES) vorlegen.

In einem mehrmonatigen Prozess wurde unter Beteiligung verschiedenster lokaler Akteure, kleinräumiger Arbeitskreise, Mitgliedern, Vorstandsmitgliedern sowie der Geschäftsstelle der LAG die Lokale Entwicklungsstrategie 2023-2027 erarbeitet.

Im Rahmen von LEADER werden Projekte gefördert, die zur Umsetzung der Lokalen Entwicklungsstrategie (LES) und zur Stärkung der LEADER-Gebiete beitragen. Zentrale Elemente von LEADER sind Vernetzung, Nachhaltigkeit, Wertschöpfung und Bürgerbeteiligung.

Die vier Entwicklungsziele lassen sich den Themenfeldern Regionale Wertschöpfung, Buntes Miteinander, Natur & Umwelt und Regionale Identität zuordnen. 

Entwicklungsziel 1: Regionale Wertschöpfung in der Erlebenswelt Roth durch Zusammenarbeit, Qualifizierung, Digitalisierung und Nutzung vorhandener Ressourcen erhöhen. 

  • Innovative Angebote für Tourismus und Naherholung weiterentwickeln und bedarforientiert, nachhaltig und barierefreier gestalten
  • Regionale Betriebe, Vermarktungsstrukturen und Zusammenarbeit stärken
  • Unsere Landwirtschaft bei der Anpassung an den Klimawandel unterstützen, die regionale Vermarktung sowie das Bewusstsein für Sonderkulturen stärken
  • Nahversorgung und neue Kooperationen in der Wirtschaft unter Ausnutzung vorhandener Gebäude und Flächen ermöglichen 

Entwicklungsziel 2: Aktive Teilhabe am gesellschaftlich Leben in der ErLebenwelt Roth für Alle ermöglichen und das inklusive Miteinander aller Menschen und Initiativen ausbauen. 

  • Positive Kommunikationskultur und ehrenamtliches Engagement fördern sowie Vernetzungs- und Anlaufstellen schaffen
  • Bedarfsgerechte Angebote und Beteiligungsmöglichkeiten für Alt und Jung, Menschen mit Behinderung sowie Menschen mit Migrationshintergrund aufbauen und etablieren
  • Barrierefreiheit für alle Bereiche und alle Sinne umsetzen und funktionierende Mobilitätskonzepte entwickeln
  • Die Stadt- und Dorfzentren beleben und vitale Orte der Vielfalt und Begegnung gestalten 

Entwicklungsziel 3: Vielfältige Umwelt und Landnutzung in der ErLebenswelt Roth durch Erhalt von Natur, Biodiversität und Klima schützen.

  • Wertschätzung für die heimische Natur duch Naturerleben und Bewusstseinsbildung stärken
  • Biologische Vielfalt fördern
  • Klimaschutz und Klimaanpassung erhöhen, Energie effizient einsetzen sowie negative Folgen des Klimawandels reduzieren.
  • Ökologie, Ökonomie und soziale Aspekte in einer nachhaltigen Landnutzung vereinen sowie im Dialog die Wertschätzung für die Land- und Forstwirtschaft steigern.

Entwicklungziel 4: Regionale Identität stärken, Heimat und Kultur für Alle in der ErLebenswelt Roth erlebbar machen 

  • Bewussstein für den Wert der Region schaffen und stärken
  • Regionale Besonderheiten erhalten und erlebbar machen und wirklungsvoll positionieren
  • Angebot zur Heimatkunde, Kultur und Bildung bedarsorientiert und barrierefreier gestalten
  • Regionale und überregionale Zusammenarbeit in Heimatkunde, Kultur und Bildung fördern und optimieren.

Vor dem Hintergrund aktueller Herausforderungen wie Klimawandel, sozialer Zusammenhalt und Sicherung der Daseinsvorsorge liegt in der neuen LEADER-Förderperiode der Fokus insbesondere auf dem Thema „Resilienz“ und damit der Krisen-, Anpassungs- und Wandlungsfähigkeit von Regionen. Die Entwicklungsstrategie der ErLebenswelt Roth zeigt lokale Handlungsbedarfe und Lösungsansätze auf, um zukünftig auch auf diese Herausforderungen vorbereitet zu sein.

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