TACHLES - Spuren jüdischen Lebens im südlichen Mittelfranken - Teilprojekt Georgensgmünd

Das Projekt ist ein Teilprojekt des Kooperationsprojekts „TACHLES – Spuren jüdischen Lebens im südlichen Mittelfranken“.

Das Projekt "TACHLES - Spuren Jüdischen Lebens im südlichen Mittelfranken“ bezeichnet ein LEADER-Kooperationsprojekt der LAG Monheimer Alb-AltmühlJura e.V. mit dem Projektpartner Stadt Pappenheim und der koordinierenden LAG ErLebenswelt Roth e.V. mit den Projektpartnern Markt Thalmässing sowie der Gemeinde Georgensgmünd. Die Projektumsetzung erfolgt in drei abgestimmten Teilprojekten. Im Rahmen eines LEADER-Kooperationsprojektes sollen die Spuren jüdischen Lebens im südlichen Mittelfranken erfasst und zugleich die Vielfalt jüdischen Lebens dargestellt werden.

Gemeinsame Projektbestandteile

Projektbestandteile, die jeweils von den drei Projektpartnern umgesetzt werden sollen, sind erstens die Erstellung einer gemeinsamen Broschüre zum Thema „TACHLES – Spuren jüdischen Lebens im südlichen Mittelfranken“ in deutscher und englischer Sprache. Zweitens sollen Infotafeln erstellt und zum Teil entlang ehemaliger Totenwege aufgestellt werden. Der dritte gemeinsame Projektbestandteil ist die Teilnahme an dem Medienkompetenzprojekt „Hörpfade“ des Bayerischen Rundfunks. Dabei soll über die VHS jeweils ein Kurs angeboten werden, in dem die Teilnehmenden aus den jeweiligen Kommunen einen Hörpfad zum Themenbereich „jüdisches Leben“ erstellen und anschließend digital veröffentlichen. Die Kosten der Projektbestandteile sind anteilig für jede Kommune zu tragen und mit in die Projektgesamtkosten der einzelnen Teilprojekte eingerechnet.

Projektbestandteile Georgensgmünd
Die Gemeinde Georgensgmünd kann auf fast vier Jahrhunderte jüdisches Leben zurückblicken. Bis zu 40 % der Einwohner der Gemeinde waren mosaischen Glaubens. 1939 mussten die letzten jüdischen Bewohner Georgensgmünd verlassen. Was bleibt, sind die Zeugnisse ihrer langen Anwesenheit, ihres Schaffens und ihres Glaubens – in Stein, auf Papier oder in Form von Textilien. Diese Zeugnisse nicht nur zu bewahren, sondern auch zugänglich und verständlich zu machen, versteht die Gemeinde als ihre Aufgabe. Noch heute kommen jedes Jahr Nachfahren jüdischer Bürger Georgensgmünds aus allen Teilen der Welt angereist, um die Gräber ihrer Ahnen zu besuchen. Auch um ihnen einen Ort der Erinnerung und der Ehrung zu geben, ist es wichtig, das jüdische Erbe Georgensgmünds zu bewahren und zu schützen.

Um dies zu realisieren plant die Gemeinde Georgensgmünd unter anderem Ausstellungen zum Thema „Jüdische Geschichte in Georgensgmünd“ (Der Georgensgmünder Thora-Vorhang: Geschichte einer Reise & 100 Jahre jüdischer Friedhof Georgensgmünd im Bild – Fotografien von 1918 – 2018), Renovierungsarbeiten an der Kellermikwe der Synagoge, die Entwicklung eines Audioguides sowie die Installation einer Medienausstattung im Taharahaus zur besseren Vermittlung relevanter historisch-kultureller Inhalte. Kinder- und Erwachsenenbildung / Informationsaustausch.