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Vorbeugen und handeln


Von der Fachaufsicht über die Kindertagesstätten über die Betreuung verhaltensauffälliger Jugendlicher bis hin zur Hilfestellungen für bedürftige und Rat suchende Familien reicht das „Leistungsspektrum“ des Kreis-Jugendamtes. Schlaglichter auf die wesentlichen Arbeitsgebiete warf dessen langjähriger Leiter, Dr. Manfred Korth, in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Jugend und Familie.

Das Jugendamt arbeitet zum Wohl von Kindern und Jugendlichen mit deren Familien und mit verschiedenen externen Stellen zusammen.Die Behörde arbeitet Hand in Hand mit dem Kreisjugendring (KJR). Um das Bild „kommunale Jugend- und Familienarbeit“ zu komplettieren, gaben KJR-Geschäftsführer Bernhard Abt und Kreisjugendpflegerin Stefanie Magerl im direkten Anschluss an die Ausführungen Korths einen Einblick in  die Zielsetzungen des KJR.

Enge Kooperation

Dabei wurde deutlich, warum diese enge Kooperation zwischen Behörde und Verband sinnvoll ist und andererseits zeigten die Referenten auch die Unterschiede auf, die es in der Ausrichtung gibt – immer vor dem gemeinsamen Ziel, Kinder und Jugendliche sowie deren Familien positiv zu fordern und zu fördern.

Hinter der Abteilung „Jugendamt“ steht ein qualifiziertes Mitarbeiterteam, das  - unter den verschiedensten Blickwinkeln - jährlich mit tausenden von Kindern und Jugendlichen zu tun hat.

Dort sitzt die Fachaufsicht für alle Kindertagesstätten, dort werden ambulante Erziehungshilfen und  Pflegekinder in Familien vermittelt, im Notfall Kinder aus zerrütteten Familien geholt, jugendliche Straftäter vor und während des Gerichtstermins begleitet.

Unter dem Dach des Jugendamts arbeitet „KoKi“, das vor drei Jahren gegründete „Netzwerk frühe Kindheit“; das Jugendamt ist darüber hinaus zuständig für Adoptionen und für die Unterbringung von besonders verhaltensauffälligen Kindern und Jugendlichen in Heimen.

Spezialisten sind – dank der Zusammenarbeit mit der Stadt Nürnberg – rund um die Uhr telefonisch erreichbar. Und: „Jeder Meldung wird nachgegangen“ versprach Manfred Korth. In diesem Zusammenhang informierte er auch darüber, dass aus Datenschutzgründen keine Rückmeldung mehr an denjenigen
gegeben werden kann, der das Jugendamt über einen möglichen Missbrauch, bzw. Gesetzesverstoß  – in welcher Form auch immer – informiert hat.

Das bedeutet allerdings nicht, dass sich „hinter den Kulissen“ nichts rührt. Im Gegenteil: Gibt es einen Verdacht, dass Kinder in Gefahr sind, rücken Korths Mitarbeiter aus, informieren sich vor Ort über die Situation und machen sich ein eigenes Bild.

Dieses System wird unterstützt von speziellen Computerprogrammen;  es gibt Warnsysteme, Checklisten und die kollegiale Beratung und den Austausch im Amt. Was es nicht gibt, das machten Korth und Landrat Herbert Eckstein deutlich, ist die „1000-prozentige Sicherheit“.

Trotz aller Hintergrund- und Präventionsarbeit wird das Jugendamt dennoch erst oft über Negativ-Schlagzeilen wahrgenommen; also wenn Kinder aus zerrütteten Familien geholt werden, wenn Pflegefamilien gesucht werden, wenn eine intensive sozialpädagogische Betreuung vonnöten ist oder wenn die Behörde versucht, Geld von säumigen Unterhaltszahlern einzutreiben.

Vorbeugende Arbeit

Dabei stehe die vorbeugende Arbeit „bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist“, mindestens genauso im Fokus, machte der Jugendamtsleiter deutlich. Ein Beispiel dafür sei „KoKi“, das Netzwerk für junge Familien, das effektiv und pragmatisch eine echte Hilfestellung für Rat suchende Eltern sei – „schon lange, bevor es einen Anlass für uns als Jugendamt gibt, steuernd einzugreifen“.

Auch die Betreuung der vielen Kindertageseinrichtungen, die Kinder- und Jugendarbeit und die Kindertagespflege sind für Korth Beispiele, wie sein Amt Kinder und Familien unterstützen könne, bevor es zu Problemen kommt.

Während Korth die Arbeit des Jugendamtes beleuchtete, gingen Bernhard Abt und Steffi Magerl auf  Struktur und  Aufgaben des Kreisjugendringes ein.

Auch hier nehmen die Angebote, die es für Jugendliche gibt, breiten Raum ein. Ferienpasse, Spielbus, der Verleih-Service und die beliebten Freizeiten sind die bekanntesten Aktivitäten. Darüber hinaus begleitet der KJR aber auch die gemeindlichen Angebote, die es beispielsweise in Jugendtreffs gibt. Und: Mittelfristig soll ein flächendeckendes Jugendschutz-Netz aufgebaut werden. In mehr als der Hälfte der 16 Gemeinden im Landkreis gibt es bereits Jugendschutzkonzepte und/oder Arbeitskreise.



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generiert am 22.09.2019 18:28:16 ­