Artikel zum Thema

Elektrofahrräder


Inhalt

1) Vorteile von Elektrofahrrädern
2) Verschiedene Arten von Elektrofahrrädern
3) Was muss ich beim Kauf beachten?
4) Der Pedelec-Akku
5) Ladestationen für Elektrofahrräder
6) Umweltwirkung von Pedelecs

 

1) Vorteile von Elektrofahrrädern

Ob Fahrrad- oder Autofahrer/in, in manchen Situationen ist ein Elektrofahrrad durchaus von Vorteil.

Ein paar gute Gründe, sich als Fahrradfahrer für ein Elektrofahrrad zu entscheiden:

  • Leichtere Überwindung größerer Distanzen
  • Problemloses Fahren von Steigungen oder bei Gegenwind, auch mit schwerer Beladung (Einkäufe, Kinder)
  • Gewinnung von Mobilität bei körperlichen Einschränkungen
  • Ankommen ohne zu Schwitzen
  • Mithalten mit dem Partner und Freude am gemeinsamen Fahrradfahren
  • Längere Strecken mit dem Fahrrad fahren

Gute Argumente für das Elektrofahrrad als Autofahrer:

  • Keine Parkplatzsuche
  • Flexibler in der Stadt
  • Umweltschonend
  • Gesundheitsfördernd
  • Ersatz für das Auto
  • Geldeinsparung für Benzin
  • Weniger Lärm für meine Mitmenschen

 

Hinweise: Das Durchschnittsgewicht eines Elektrofahrrads liegt bei 25 kg. Seien Sie sich deshalb bewusst, dass ein Elektrofahrrad sehr viel mehr wiegt als ein herkömmliches Fahrrad. Außerdem müssen Sie sich auch hier im Verkehr sicher fühlen – das Elektrofahrrad ist schneller als das gewohnte Fahrrad.
Wer mit dem klassischen Fahrrad gut zu Recht kommt und wessen Strecken zu weit sind, kann ebenfalls auf das E-Fahrrad verzichten.

 

2) Verschiedene Arten von Elektrofahrrädern

Der Begriff „Elektrofahrrad“ ist der Oberbegriff für Fahrräder mit Motorunterstützung. Es gibt viele verschiedene Arten von Elektrofahrrädern. Das wohl gängigste ist das Pedelec. Dieses wird mit Muskelkraft angetrieben und fährt nicht wie die sog. „E-Bikes“ auch ohne Tretbewegungen.

Elektrofahrräder unterscheiden sich je nach Leistung, Antrieb, verkehrsrechtliche Einordnung, Radwegebenutzung, etc. Elektrofahrräder werden unterteilt in Pedelec, Schnelle Pedelecs / S-Klasse und E-Bikes im engeren Sinn.

In der untenstehenden Tabelle sind die Unterschiede ersichtlich.

Für weitere Fragen wenden Sie sich am besten gleich an Ihren Fahrradhändler vor Ort, den Sie auch im Geoportal des Landkreises Roth finden können.
Hier kommen Sie direkt zum Geoportal.

 

3) Was muss ich beim Kauf beachten?

Die Auswahl an Pedelecs & Co. ist groß. Das Elektrofahrrad sollten Sie nach Ihren persönlichen Bedürfnissen auswählen. Ihr Fachhändler hilft Ihnen dabei gerne weiter.

Bevor Sie sich ein Elektrofahrrad kaufen, stellen Sie sich kurz einige Fragen:
Wie weit fahre ich mit dem Elektrofahrrad?
Habe ich öfter Gepäck dabei?
Brauche ich eine Anfahr- oder Schiebehilfe?
Fahre ich mit Kind oder Anhänger?

Je nachdem wie Ihre Antworten darauf sind, müssen Sie auf die Reichweite des jeweiligen Elektrofahrrads achten. Auch die Ladezeit des Akkus ist ein Kriterium. Bei häufiger Mitführung von Gepäck ist auf die zulässige Zuladung des Elektrofahrrads unter Berücksichtigung des eigenen Körpergewichts zu achten. Beim Anfahren an einer Steigung oder beim Hochschieben auf eine Rampe eignen sich oft Anfahr- oder Schiebehilfen. Zudem sollten alle, die ihr Kind mitnehmen möchten, aufpassen, dass sich das Modell des Elektrofahrrads dafür auch eignet.

Generell sollten Sie jedoch immer darauf achten, dass der Rahmen stabil ist und die Bremsen aufgrund des höheren Gewichts hochwertig und leistungsfähig sind.
Achten Sie zudem darauf, dass das Elektrofahrrad mit einem CE-Zeichen versehen ist. Dies zeigt, dass alle geltenden Vorschriften eingehalten werden.

Eine Probefahrt ist immer hilfreich, um sich für das richtige Elektrofahrrad zu entscheiden!

 

4) Der Pedelec-Akku

Meist ist der Akku unter dem Gepäckträger angebracht. Er kann sich aber auch in oder unter Gepäcktaschen, im Rahmendreieck oder zwischen Hinterrad und Sattelrohr befinden. Der Akku lässt sich teilweise auch abnehmen und abschließen. Die Reichweite ist unterschiedlich. Komponenten wie die gespeicherte Energie, der Energieverbrauch, Gewicht des Fahrers und des E-Fahrrads, Gegenwind, Steigung, etc. beeinflussen die Reichweite.

Gängige Akkus sind Lithium-Ionen- und Lithium-Polymer-Akkus. Teilladungen sind bei diesen Akkus nicht schädlich, sondern verlängern die Lebensdauer. Ebenfalls nicht bei Nickelmetall-hydrid-Akkus. Bei Nickelcadmium-Akkus sollten Sie Teilladungen hingegen vermeiden.

Die Pflege des Akkus ist das A und O, um eine lange Nutzungsdauer zu gewährleisten. Die Nutzungsdauer liegt normalerweise zwischen drei und fünf Jahren. Dies bedeutet ca. 1000 Ladungen.

Bitte beachten:

  1. Akkus nur mit dem zugehörigen Ladegerät laden
  2. Akku nur im Trockenen Laden
  3. Direkte Sonneneinstrahlung vermeiden (starke Hitze kann den Akku schädigen)
  4. Wenn Sie das Pedelec länger stehen lassen, denken Sie daran, den Akku bei etwa 60 % seiner Kapazität kühl und trocken zu lagern
  5. Wenden Sie sich bei einem defekten Akku an Ihren Händler vor Ort
  6. Entsorgen Sie den alten Akku nicht im Hausmüll, sondern geben Sie diesen bei Ihrem Elektrofahrrad-Händler ab
  7. Nehmen Sie den Akku beim Transport vom Fahrrad

 

Lassen Sie zudem die Elektronik, Bremsen, Reifen, Licht, etc. regelmäßig vom Fachhändler überprüfen. Denn Elektrofahrräder sind aufgrund des höheren Gewichts und der höheren Geschwindigkeit wartungsintensiver als normale Fahrräder.
Elektrofahrrad-Händler finden Sie hier im Geoportal des Landkreises Roth.

 

5) Ladestationen für Elektrofahrräder

Es gibt viele verschiedene Arten von Ladestationen. Bei den meisten ist es vor allem wichtig, sein eigenes Ladekabel mitzunehmen.

Typ A: Laden mit Adapter
Neu am Markt sind Ladestationen, bei denen nicht das eigene Ladekabel mitgenommen werden muss, sondern vor Ort ein Adapter-Ladekabel ausgeliehen werden kann. Der Vorteil: Sie laden einfach, schnell und sicher. Der Akku bleibt gesichert am Elektrofahrrad und durch den Adapter ist es möglich bei jeder Witterung zu „tanken“ – auch bei Regen.

 

Typ B: Das Schließfach
Typ B ist ein größerer Kasten, der aus vielen Schließfächern besteht – wie wir es aus Fitnessstudio oder Schwimmbad kennen. Das Prinzip ist das Gleiche: Der Akku des Elektrofahrrads wird heraus genommen und kann mit Hilfe des eigenen Ladekabels in einem Schließfach laden. Das Schließfach ist absperrbar.

 

Typ C: Die Steckdose vor Ort
Gaststätten oder Hotels stellen oft einfach eine Steckdose zum Laden zur Verfügung. Hier können Sie, wie von zu Hause gewohnt, laden: Einfach das Elektrofahrrad mit Hilfe des Ladekabels an die Steckdose anstecken.

Zu beachten: Meistens müssen Sie Kunde bei den Gaststätten / Hotels sein, um Laden zu dürfen.

 

Typ D: Die Ladesäule
Die Ladesäule ist einfach erklärt: Eine Säule, an der das Elektrofahrrad geladen werden kann. Oftmals in Verbindung mit einer Lademöglichkeit für E-Autos. Eine normale Schucko-Steckdose steht hier zur Verfügung, durch die mit Hilfe des eigenen Ladekabels das Elektrofahrrad geladen werden kann.

Denken Sie jedoch daran, dass hier das Laden nicht bei jeder Witterung möglich ist. Vor allem bei Regen kann es schnell gefährlich werden. Denn das Ladegerät ist für den Gebrauch in geschützten Innenräumen gedacht, nicht jedoch für außen.


Die im Landkreis Roth befindlichen ladestationen für Elektrofahrräder finden Sie hier im Geoportal des Landkreises.

 

6) Umweltwirkung von Pedelecs

Wer sich über die Umweltwirkungen von Pedelecs genauer informieren möchte, kann dies auf den Seiten des Umweltbundesamtes tun.
Hier steht das Hintergrundpapier „E-Rad macht mobil – Potenziale von Pedelecs und deren Umweltwirkung“ zum Download zur Verfügung.

Das Hintergrundpapier finden Sie hier: https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/e-rad-macht-mobil

 

 



Weitere Informationen und Material zum Thema finden Sie auf der rechten Navigationsleiste.


« zurück
Link zu contentXXL
©Landratsamt Roth 2019
generiert am 23.10.2019 04:08:50 ­