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Mehrgenerationenbewegungsparcours im Rother Stadtgarten

Der Rother Stadtgarten verfügt neuerdings über einen, nein, keinen „Seniorenspielplatz“. Von diesem ursprünglichen Arbeitstitel habe man sich schnell verabschiedet, verkündete Bürgermeister Ralph Edelhäußer bei der Einweihung des aus sieben stabilen und wetterfesten Stationen bestehenden Parcours.

Der Name habe vielen nicht gefallen, deshalb soll die neue Einrichtung für Jung und Alt nun als „Mehrgenerationenbewegungsparcours“ gelten, „ein Wort, mit dem man jedes Scrabblespiel gewinnt“, so der Rathauschef, dem seit seinem Amtsantritt die Realisierung eines solchen Projekts am Herzen lag. Dem voraus ging bereits die Anregung aus dem Rother Stadtrat für einen Mehrgenerationentreff im Stadtgarten. Schon seit ein paar Wochen stehen die Gerätschaften im Stadtgarten rund um die Kräuterschnecke herum, unweit des historischen Bahnhäuschens. Und seitdem sieht man schon viele, meistens ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger, auf dem rund 350 Quadratmeter großen Parcours trainieren. Die Stationen tragen so schöne Namen wie „Beinpresse“ oder „Luftskier-Kombi“, sind auf verschiedene Art und Weise zu nutzen und stehen selbstverständlich auch Kindern, Jugendlichen und allen anderen bewegungsfreudigen Menschen zur Verfügung. Zwei der Geräte sind außerdem für Rollstuhlfahrer geeignet.
 
Paul Rösch, der Vorsitzende des Rother Inklusionsnetzwerks, bedankte sich dafür, dass sein Verein bei der Auswahl der Geräte mit eingebunden wurde. „Dieser Platz ist optimal gewählt, nicht nur wegen der Nähe zum Wohnstift Augustinum“, befand Edelhäußer, der außerdem dem Bauamt für die Planung sowie dem Bauhof für die Ausführung dankte. Rund 27000 Euro kostet der Mehrgenerationenbewegungsparcours, wobei zwei der sieben Geräte der Verein der „Freunde der Natur in Roth“, der sich um das ehemalige Gartenschaugelände kümmert, stiftete. Darüber hinaus wurde das Projekt vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten gefördert, ebenso vom Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER). Damit den Benutzern beim Training nichts passiert, baten die beiden Pfarrer Karl Eberlein und Christian Löhr im Rahmen ihrer Einweihungshandlung um göttlichen Beistand. Sicherheitshalber hatte der Rother Bauhof zusätzlich Hackschnitzel rund um die Geräte verteilt. Sollte doch mal jemand zu Fall kommen, so wird er oder sie weich landen. Dann konnte es losgehen: Edelhäußer versuchte sich erfolgreich an einigen Klimmzügen, wobei ihm Falko Fabianek, der Vorsitzende der „Freunde der Natur in Roth“, kräftig unter die Arme griff, Fabianeks Stellvertreterin und ehemalige Bürgermeisterin Elisabeth Bieber vergnügte sich an den Ringen, und auch alle anderen Traininggeräte des neuen Mehrgenerationenbewegungsparcours wurden schnell bevölkert, so dass viele Einweihungsgäste sogar darauf warten mussten, bis sie endlich drankamen.

(Quelle: Roth-Hilpoltsteiner Zeitung, Tobias Tschapka)



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