LEADER-PRESSEARCHIV

Gedenksteinweg in Schwanstetten eröffnet


Wer spannende und interessante Geschichten mag, ist auf dem neu eröffneten Gedenksteinweg in Schwanstetten genau richtig. Der 14 Kilometer lange Rundweg mit sechs Stationen lädt auf eine Reise in die Vergangenheit ein. Zu Fuß oder mit dem Fahrrad eröffnet sich ein völlig neuer Blick auf die Steinkreuze und Gedenksteine am Wegesrand. Quasi im Vorbeifahren bekommt man auf dem gut ausgeschilderten Radwanderweg interessante Informationen zu den steinernen Flurdenkmälern.

Landrat Herbert Eckstein (links) mit Gästen bei der Einweihung des GedenksteinwegsMeist erinnern die Gedenksteine und Steinkreuze an schreckliche
Ereignisse: an den tödliche Unfall von Burkhard Raming aus Solar am 12. Januar 1596; an die Tat des Schwander Richters (!) Grüner, der 1633 einen Schwabacher Hafnermeister erschlug; an den Köhler Niclas Niedermann, der 1594 beim Eicheln zupfen vom Baum fiel und starb; an die Badersfrau Göttingen, die auf dem Weg nach Nürnberg vom „Schlag“ getroffen wurde. Ein anderer Stein, der sogenannte Ruhestein, diente dazu, die schweren Rückentragen von Händlern und Reisenden für eine Pause abzustellen, um sie anschließend wieder leicht aufnehmen zu können. Heutzutage soll sich der Steinquader auch wieder zu einem beliebten Rastplatz für Radfahrer und Wanderer entwickeln. Entlang der Strecke, die durch Schwand, Leerstetten, Harm und Mittelhembach sowie entlang des Kanals führt, gibt es viele weitere Möglichkeiten unterwegs Rast zu machen oder in Biergärten einzukehren. Die Idee für den neuen Radwanderweg hatte der Museumsverein Schwanstetten. Die Vereinsmitglieder stellten in mühevoller Kleinarbeit umfangreiche Informationen zu den Steinen zusammen. Gemeinsam mit der Gemeindeverwaltung wurde das Projekt dann umgesetzt. Finanzielle Unterstützung wurde im Rahmen einer europäischen Leader-Förderung gewährt. Rund 6000 Euro erhielt der Markt Schwanstetten durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und den  Europäischen Landwirtschaftsfond für die Entwicklung des ländlichen Raums (Eler). Der Landkreis Roth beteiligten sich mit 1600 Euro aus den Gesamtkosten. Kostenlose Karten des Gedenksteinwegs liegen im Rathaus und in der Gemeindebücherei zum Mitnehmen aus.

Quelle: Roth-Hilpoltsteiner Volkszeitung



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generiert am 12.11.2019 20:13:56 ­