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Durch den Felsengang ins Herz der Burg


Der alte Felsengang, der ursprüngliche Zugang zur Hilpoltsteiner Burg, ist am Freitagnachmittag, 26. April 2013 offiziell eröffnet worden. 500 Arbeitsstunden haben die Helfer des Museums- und Heimatvereins dafür ehrenamtlich investiert und es sind rund 32000 Euro in das Projekt geflossen.

Ein großes Eisentor markiert heute den ältesten Zugang zur Burg, den man im Mittelalter nur über einen Graben und eine bewegliche Brücke erreichen konnte. Den dahinterliegenden Felsengang, der in der Mitte durch eine zweite riesige Toranlage nochmals geschützt wurde, hat jetzt der Museums- und Heimatverein (MUH) freigelegt. Genauso wie einen Raum mit großem Gewölbe, der einen zum Teil jetzt wieder sichtbaren Brunnen barg. Die Holztreppe, die früher in den Burgkern führte, wurde durch eine Stahltreppe ersetzt.  "32000 Euro hat die Maßnahme gekostet und über zweieinhalb Jahre haben wir daran gebaut", erinnerte Dieter Popp vom MuH. Das Geld wurde von dem Hilpoltsteiner Heimatverein, der Stadt, dem Landkreis und der ErLebenswelt Roth aufgebracht. Und Popp zählte auch gleich auf, was die Helfer alles leisten mussten: "Wir haben in stundenlanger Arbeit den ganzen Schutt aus dem Gang geräumt, wir haben die Verankerungen der Toranlage freigelegt, den Strom für das Licht verlegt, den Brunnen teilweise ausgegraben und uns schließlich um die Infotafeln und die Stahltreppe gekümmert." "Ideen haben viele, doch meistens fehlt es an der Kraft sie umzusetzen", sagte der stellvertretende Bürgermeister Josef Lerzer. "Nicht bei euch, nicht bei den ehrenamtlichen Helfern des Museums und Heimatvereins - wir sind stolz auf euch", betonte er.
"Man muss die Hilpoltsteiner Burg lieben wie die eigene Frau, um hier mit solcher Ausdauer und Hingabe zu arbeiten", lobte Landrat Herbert Eckstein die rund zwölf Ehrenamtlichen, die sich Woche für Woche im Felsengang zur Arbeit trafen. "Hier sehe ich die große Wertschätzung der Hilpoltsteiner Bürger für Ihre Burg." Eckstein klagte jedoch, dass "ich das finanzielle Engagement der Stadt Hilpooltstein für ihr Wahrzeichen oft vermisse". Der Landkreis stelle dessen ungeachtet jedes Jahr Geld für die weitere Sanierung der Burg zur Verfügung. "Aber wir müssen uns im Klaren sein, dass die Burg auch immer eine Ruine bleiben wird."

Quelle: Hilpolsteiner Kurier
 



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