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HEUTE IM LANDKREIS
Führungen

Sonntag, 25.03.2018 bis Donnerstag, 15.11.2018

Heimatkundliches Jahresthema 2018 im Landkreis Roth - Vom ewig Leben - Friedhöfe und Grabmäler

Liebe Heimatfreunde, liebe Gäste,

jeder „Ort der Toten“ ist ein Spiegelbild der Gesellschaft, der jeweiligen Zeit und des Zusammenlebens. Auch jede Kultur und jede Epoche hat ihre eigenen Bestattungsriten.

Uns helfen Museen wie in Greding und Thalmässing, die vor- und frühgeschichtliche Zeit durch Gräber und Grabbeigaben zu begreifen. Zeugnis des einst mannigfaltigen jüdischen Lebens geben die jüdischen Friedhöfe in Georgensgmünd und Thalmässing. An bedeutende Personen eines Ortes erinnern Epitaphien in den Kirchen. Prunkvolle Gräber aus der Zeit der Industrialisierung finden sich auf den Friedhöfen. Kriegerdenkmäler stehen als Mahnmale in fast jedem Ort. Waldfriedhöfe entstanden im 20. Jahrhundert in der Peripherie.

In unserer heutigen Zeit des Umbruchs werden überlieferte Bestattungsformen infrage gestellt. Vor Gräbern stehen weniger Menschen als früher – immer mehr Bestattungen sind anonym. So wollen es mehr und mehr Verstorbene – einfach weg sein, keinem zur Last fallen. Die Stätten zum Trauern verändern sich. Es gibt in dieser mobilen, unsteten, ausfransenden Gesellschaft eine Suche nach neuen Formen der letzten Ruhestätte mit gegenläufigen Tendenzen: Anonymisierung und Individualisierung.

Dabei gelten Friedhöfe als Stätte der Daseinsvorsorge. Sie sind und bleiben wichtige Treffpunkte. Sie sind ein Indikator für gesellschaftliche Entwicklungen. Eines wird oft vergessen: Zukunft braucht Herkunft.

Herzlichst
Ihr Herbert Eckstein, Landrat
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Vom ewig Leben – Friedhöfe und Grabmäler
Heimatkundliches Jahresthema 2018 im Landkreis Roth
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Hilpoltstein-Weinsfeld/Lay
Sonntag, 25. März 2018
Das Gräberfeld links und rechts der A 9

Treffpunkt: 14:00 Uhr in Lay, an der Kirche St. Thekla (Lay Nr. 18);
Zu Fuß geht's mit Paula Waffler und Kreisheimatpflegerin Eva Schultheiß ca. 700 m zum bronze- und eisenzeitlichen Gräberfeld, das zu den großen in Mittelfranken gehört. Eine 1976 ausgegrabene Bestattung war herausragend: Dem Toten war ein vierrädriger Wagen ins Grab mitgegeben worden. Auf der Wiese „Im Espan" und im Wald „Lohe" sind in der Geländerelief-Karte weitere Grabhügel zu erkennen. Sichtbar werden sie durch moderne Prospektionen wie Befliegen mit Scannen der Landschaft. Dies ermöglicht Wissenszuwachs, ohne dass das Bodendenkmal bei Ausgrabungen zerstört werden muss.

Greding-Mettendorf u. a.
Sonntag, 15. April 2018
Exkursion zu verschlossenen Dorfkirchen

Treffpunkt: 14:00 Uhr Mettendorf, Kirche, St.-Anna-Weg 2, Mettendorf–Heimbach–Grafenberg–Schutzendorf–Großhöbing;
In Fahrgemeinschaften geht's mit Kreisheimatpflegerin Eva Schultheiß auf die Hochfläche der südlichen Frankenalb zu Dorfkirchen mit historischen Friedhofsanlagen. In Heimbach stützt eine hohe Mauer mit Streben den Friedhof, in Grafenberg ist die umlaufende Mauer mit Kalkplatten gedeckt, in den Friedhof von Großhöbing führt ein Torbogen.

Roth
Sonntag, 27. Mai 2018
Führung am Rother Friedhof

Treffpunkt: 14:00 Uhr an der Kreuzkirche, Münchener Str. 28;
Marlene Lobenwein führt in der Kreuzkirche in die Geschichte des Friedhofs ein. Beim anschließenden Rundgang erläutert sie die vielen besonderen Grabanlagen mit prunkvollen Grabdenkmälern aus dem 18. Jh.

Allersberg
Sonntag, 10. Juni 2018
Die Friedhofskirche und ihre Wandgemälde

Treffpunkt: 14:00 Uhr an der Friedhofskirche, Nürnberger Str. 17;
Tanz in der Kirche? Petra Schmidt-Lerzer stellt den Totentanz in der Sebastianskapelle vor, den Michael Weingartner aus Pfaffenhofen/Ilm nach dem 2. Weltkrieg auf die Wände der instand gesetzten Sebastianskirche malte. Der Künstler verarbeitete bei den Bildern seine Kriegserlebnisse in Russland. Die Mitglieder der hier 1333 gegründeten Sebastiansbruderschaft ziehen alljährlich am Fest des hl. Sebastian (20. Jan.) hinaus zur Friedhofskirche.

Abenberg
Sonntag, 29. Juli 2018
Grabmäler am Friedhof

Treffpunkt: 14:00 Uhr am Friedhof, Friedhofsgasse 6;
Franz Kornbacher und Joseph Heiling vom Heimatverein führen am Friedhof zu den ältesten Grabsteinen und zu Gedenksteinen für Kriegsgefallene. Etliche schuf der Rother Bildhauer Heinz Hench. Von ihm ist auch der Stein des ehemaligen Brunnens, der beim Abbau nicht entsorgt, sondern in einer Ecke des Friedhofs aufgestellt wurde und auf eine Sanierung wartet. Ein historisches Foto zeigt, dass aus den Wundmalen Jesu früher Wasser in ein Becken floss, aus dem das Gießwasser geschöpft wurde.

Spalt
Samstag, 08. September 2018
Der Spalter Friedhof

Treffpunkt: 13:30 Uhr am Parkplatz Kornhaus;
Mit Hans Rosenbauer, dem Vorsitzenden des Heimatvereins Spalter Land, geht es zuerst zum alten Friedhof um die Kirche St. Nikolaus. Jenseits der Fränkischen Rezat lag der Pestfriedhof, an den die alte Lichtsäule erinnert. 1556 wurde südlich der Säule der Friedhof der Stadt eingerichtet und drei Jahre später die Friedhofskirche mit ihrer Außenkanzel geweiht.

Ausblick:
Sonntag, 09. September 2018
Tag des offenen Denkmals: Entdecken, was uns verbindet

Unter diesem Motto gibt es Führungen zu verschiedenen Denkmälern.
Das genaue Führungsprogramm wird rechtzeitig in einem eigenen Faltblatt veröffentlicht.

Wendelstein
Sonntag, 16. September 2018
Handwerkergräber, Heiligensarg und Gefallenentafeln

Treffpunkt: 15:00 Uhr am Torhaus, Kirchenstr. 14;
Der Historiker Dr. Jörg Ruthrof informiert anhand von Totendenkmälern in und um die Kirche St. Georg über frühere Wendelsteiner Wirtschafts- und Handwerksgeschichte(n): Gedenktafeln für Gefallene, Erinnerungstafeln an frühere Pfarrer, „Leersarg" der Ortsheiligen Achahildis, bemerkenswerte Gräber selbstbewusster Handwerksmeister und Unternehmer aus dem 19. Jh.

Kammerstein
Samstag, 29. September 2018
Bestattungen von der Vorgeschichte bis heute

Treffpunkt: 19:00 Uhr im Info-Zentrum Reichsburg Kammerstein, Ramungusweg 4a;
Norbert Graf von der Naturhistorischen Gesellschaft zeigt anhand zahlreicher Lichtbilder die verschiedensten Bestattungsformen auf, wie sie von der Steinzeit an üblich waren, bei uns, aber auch in anderen Kulturen und Regionen.

Greding
Samstag, 06. Oktober 2018
Friedhof mit Karner

Treffpunkt: 14:00 Uhr am Friedhof um die Kirche St. Martin, Bergstraße 17;
Die Kunsthistorikerin Prof. Dr. Melanie Luck von Claparède, die auch klassische Archäologie und Kirchengeschichte studiert hat, erläutert bei der Führung, warum man einst auf Friedhöfen Karner angelegt hat, und den Glücksfall, dass er sich in Greding mitsamt den Knochen bis heute erhalten hat. Auch die darüber liegende Kapelle St. Michael wird besucht.

Georgensgmünd
Donnerstag, 25. Oktober 2018
Jüdische Friedhöfe in Franken

Treffpunkt: 18:00 Uhr – Synagoge, Am Anger 9;
Zuerst Besuch des nahen jüdischen Friedhofs mit Taharahaus.
19:00 Uhr: Lothar Mayer stellt in einer Multivisionsschau eine Auswahl der 96 jüdischen Friedhöfe in Franken vor. Oft weit draußen in der Feldflur gelegen, sind sie mit ihren schmucklosen Grabsteinreihen wertvolle kulturhistorische Zeugnisse. Für den gläubigen Juden ist der Friedhof ein „Guter Ort“; hier hat er seinen religiös verbürgten Platz bis zum „Jüngsten Tag“. Neben Erklärungen der Grabsymbolik kann der Abend auch als Einführung in einige Aspekte des jüdischen Glaubens betrachtet werden. Zudem werden ethisch wohlbegründete Aspekte zum Antisemitismus im 20. und 21. Jahrhundert diskutiert.

Allersberg
Donnerstag, 15. November 2018
Sterben, Tod und Trauer – Gräber und Friedhöfe in Franken

Treffpunkt: 18:00 Uhr im Gilardi-Anwesen, Gilardistr. 2;
Bezirksheimatpflegerin Dr. Andrea Kluxen stellt anhand zahlreicher Lichtbilder die Entwicklung der Grab- und Friedhofsgestaltung in Franken vor. So entstand z. B. in Nürnberg am Johannisfriedhof die Bestattung unter großen Sandsteinplatten mit Bronzetafeln, auf denen Name, Beruf u. ä. festgehalten sind. Noch heute halten sich die Grabbesitzer an die einheitlich rote Bepflanzung der Blumenschalen. In Dinkelsbühl-Segringen entwickelte sich eine einheitliche Grab- und Kreuzgestaltung.

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Auskunft erteilen:
► Kreisheimatpflegerin Dr. Annett Haberlah-Pohl, Burgstall 8, 91154 Roth-Eckersmühlen,
     Tel. 09171 857067, E-Mail: haberlah-pohl@t-online.de
► Kreisheimatpflegerin Eva Schultheiß; Am Offenbrunn 47, 91180 Heideck,
     Tel. 09177 271, E-Mail: eva@schultheiss-heideck.de

 Flyer zum Download
 


Veranstaltungsort - Details
im gesamten Landkreis Roth
Roth

Ansprechpartner
Landratsamt Roth - Kultur und Tourismus
Weinbergweg 1
91152 Roth

Telefon: 09171 81-1329
Telefax: 09171 81-1399
Mail: tourismus@landratsamt-roth.de
Internet: www.urlaub-roth.de

Eintritt: frei

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