ALLGEMEINE INFOS

Bodendenkmäler


Seit mehr als 500.000 Jahren leben Menschen im heutigen Bayern. Die Spannbreite der archäologischen Spuren, die sie hinterließen, reicht von der Altsteinzeit in den Höhlen der Alb bis hin zu Befestigungswerken der Neuzeit. Gegenstand der archäologischen Denkmalpflege sind außerdem die historischen Ortskerne (Altorte), Keimzellen unserer heutigen Dörfer und Städte, genauso aber auch im Boden verbliebene Zeugnisse der jüngsten Vergangenheit, beispielsweise aus der Zeit des Nationalsozialismus.

Die Abteilung Bodendenkmalpflege des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege [BLfD] ist Ansprechpartner für alle Belange der Archäologischen Denkmalpflege in Bayern. Derzeit sind etwa 42.000 Bodendenkmäler bekannt. Sie sind in der Bayerischen Denkmalliste verzeichnet und genießen einen umfassenden gesetzlichen Schutz. Dieser Schutz gilt aber auch den noch nicht entdeckten Bodendenkmälern. Für alle neu aufgefundenen Bodendenkmäler besteht eine gesetzliche Meldepflicht gemäß Art. 8 Denkmalschutzgesetz (DSchG). Durch zufällige und geplante Bodeneingriffe, aber auch durch die systematische Erfassung archäologischer Denkmäler, die archäologische Denkmalforschung und die archäologische Prospektion kommen nahezu täglich neue Bodendenkmäler hinzu und über bereits bekannte Bodendenkmäler werden weitere Informationen gewonnen. Bei beweglichen Bodendenkmälern führt die fachgerechte Restaurierung der Objekte zu neuen Erkenntnissen.

Ziel und Auftrag der Bodendenkmalpflege ist es, Bodendenkmäler vor ihrer Zerstörung als Archiv im Boden zu bewahren. Die fachliche Beratung und Betreuung von Denkmaleigentümern, Bauherren, Investoren sowie Kommunen und Behörden durch das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege spielen dabei eine wesentliche Rolle. Als Träger öffentlicher Belange versucht das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege, Planungen denkmalverträglich zu gestalten. Zum Schutz der Bodendenkmäler beinhaltet das Beratungsangebot des Bayerische Landesamt für Denkmalpflege die Umplanung von Bauvorhaben oder die konservatorische Überdeckung von Teilbereichen eines Bodendenkmals. Sollte sich das Hauptziel, der Erhalt der Bodendenkmäler im Abwägungsprozess nicht verwirklichen lassen, müssen vor einem Eingriff in den Boden ersatzweise fachgerechte archäologische Ausgrabungen durchgeführt werden. Für die Finanzierung dieser Ersatzmaßnahme ist der Veranlasser verantwortlich.

Die Abteilung Bodendenkmalpflege ist dezentral aufgebaut. In München befinden sich die Abteilungsleitung mit der Stabsstelle, die Referatsleitung Oberbayern/München (B I) sowie große Teile des Referates Restaurierung Archäologie und Dendrolabor (B V). Das Dendrolabor befindet sich in Thierhaupten. Die praktische Bodendenkmalpflege ist mit Dienststellen in allen Regierungsbezirken vertreten.

Die für den Landkreis Roth zuständige Dienststelle befindet sich in Nürnberg. Dort erhalten Sie bei Herrn Martin Nadler weitere Hinweise und Informationen rund um die bodendenkmalrechtlichen Verfahren.

 



Weitere Informationen und Material zum Thema finden Sie auf der rechten Navigationsleiste.


« zurück
Link zu contentXXL
©Landratsamt Roth 2017
generiert am 22.11.2017 10:11:27 ­