Veröffentlicht am 07.09.2009

Der "Geschichtsbus" des Landkreises Roth bricht zu seiner zweiten Geschichtsreise auf


Der "Geschichtsbus" des Landkreises Roth bricht am Samstag, 26. September 2009 zu seiner zweiten "Geschichtsreise" auf. Der Landkreis Roth hat dieses Angebot für heimatkundlich Interessierte neu ins Leben gerufen. Die erste Fahrt zum Thema "Die Entstehungsgeschichte des Fränkischen Seenlandes" Anfang August fand überwältigendes Interesse und war bereits kurz nach der Veröffentlichung ausgebucht.

Das Gilardihaus in Allersberg

"Echte Kenner" zeigen ungewöhnliche geschichtsträchtige Orte

Bei den heimatkundlichen Busfahrten, von denen insgesamt drei in diesem Jahr geplant sind, soll den Mitfahrern insbesondere ungewöhnliche Orte gezeigt werden die sie nicht auf eigene Faust erkunden können. So führt die nächste Fahrt zu wichtigen geschichtlichen Wurzeln im südlichen Landkreis Roth. In Allersberg erläutert zunächst Kreisarchivpfleger Robert Unterburger die Geschichte des leonischen Drahtzugs und die Geschichtsreisenden wandeln auf den Spuren der Familie Gilardi. Hierzu gehört eine Besichtigung des schlossartigen Gilardihauses am Allersberger Marktplatz, das seit einiger Zeit im Besitz der Gemeinde ist. In dem Anwesen wird auch die leonische Werkstätte mit dem Maschinenpark aus dem 19. Jahrhundert gezeigt. Anschließend führt Unterburger in der alten Pfarrkirche Allerheiligen, bevor die Gruppe zum Weiler Holzi aufbricht.

Holzi:  Zentralpunkt der bayerischen Siedlungsgeschichte 

Ein Zentralpunkt der bayerischen Siedlungsgeschichte des 8. Jahrhunderts wurde vor einigen Jahren zwischen Obermässing und Holzi entdeckt, wo Franken und Bajuwaren aufeinander trafen. Ein Ringwall von mehr als 400 Metern umgibt hier die Anlagen des fränkischen Königsguts "Greit", gegründet von Frankenherrscher Karl Martell und mit Mauern befestigt von seinem Enkel Karl dem Großen. Ihre Hinterlassen-schaft schlummert in der Erde und ist nur in Ansätzen durch Ausgrabungen erforscht. Unter der Leitung des ehemaligen, langjährigen Kreisheimatpflegers Ernst Wurdak wird die Gruppe die interessantesten Stellen begehen. Nach einer kurzen Einkehr
steht anschließend der Burgherr Berthold von Mässing, das eindrucksvolle Kastengebäude des Deutschen Ordens und die Burg auf dem Obermässinger Hofberg auf dem Programm. Hier weiß Ernst Wurdak, ein echter Kenner der Kreisgeschichte, auch spannendes über den dortigen Bauernkrieg von 1525 zu berichten.

Exulantendenkmal und Keltenschanze

Weitere Ziele der geschichtlichen Entdeckungsreise sind ein historischer Reihengräber-Friedhof in dem der bajuwarische Fürst zusammen mit vier seiner Getreuen bestattet war. Alle waren im Kampf umgekommen. Nicht weniger Interessantes und Wissenswertes gibt es über das Klösterlein "Mönchhebing" und das Exulantendenkmal "Rad der Geschichte" in Thalmässing zu erzählen. Zum Thalmässinger Land gehört auch die Geschichte der Kelten. Dieses geheimnisvolle Volk siedelte hier in der Eisenzeit  und ist um 50 vor Christus, bedrängt von Römern und Germanen, abgewandert. Die im großen Viereck angelegte Keltenschanze mit ihren meterhohen Wällen bei Ohlangen bildet den Abschluss der Fahrt. Gegen 16.30 Uhr  werden die Geschichtsreisenden wieder in Roth zurück sein.

Nach diesen beiden Fahrten können sich Geschichtsinteressierte im Herbst noch einmal mit einem "echten Kenner" auf die Reise begeben. Kreisheimatpfleger Manfred Horndasch lädt dann zu einem Ausflug in Täler und kleine, aber nicht weniger geschichtsträchtige Orte des Landkreises.
Der "Geschichtsbus" startet am Samstag, 26. September 2009 um 09.00 Uhr am Parkplatz "Steinerne Eiche" in Roth (an der Staatsstraße Richtung Hilpoltstein). Die Fahrt dauert bis ca. 16.30 Uhr. Pro Person ist ein Unkostenbeitrag von 12 Euro zu entrichten. Vorherige Anmeldung ist erforderlich. Die Fahrt findet nur mit einer Mindestteilnehmerzahl von 25 Personen statt.
Anmeldung und Information:
Landratsamt Roth, Kultur und Tourismus, Weinbergweg 1, 91154 Roth. Tel. 09171/81-329, E-Mail: tourismus@landratsamt-roth.de
www.urlaub-roth.de



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