Beseitigung von Anlagen


Mit der neuen Bayerischen Bauordnung (BayBO) 2008 sind die Regelungen für die Beseitigung (= den vollständigen Abbruch) von Anlagen weitgehend neu gestaltet worden. Entfallen ist vor allem die bisherige Genehmigungsfreistellung.

 

Verfahrensfrei, d.h. ohne Baugenehmigung, Genehmigungsfreistellung oder Anzeige gestattet ist die Beseitigung

 

  • von Anlagen, die verfahrensfrei errichtet oder geändert werden dürfen,
  • von freistehenden Gebäuden der Gebäudeklassen 1 und 3 (freistehende Gebäude mit einer Höhe bis zu 7 m und nicht mehr als zwei Nutzungseinheiten von insgesamt nicht mehr als 400 m², land- oder forstwirtschaftlich genutzte Gebäude sowie sonstige Gebäude mit einer Höhe bis zu 7 m),
  • sonstigen Anlagen, die keine Gebäude sind, mit einer Höhe bis zu 10 m.

 

Bei allen anderen Gebäuden oder Anlagen muss die beabsichtigte Beseitigung mindestens einen Monat zuvor der Gemeinde und dem Landratsamt angezeigt werden. Bei Gebäuden der Gebäudeklasse 2, die an andere Gebäude angebaut sind oder bei anderen nicht freistehenden Gebäuden sind dabei Bestätigungen zur Standsicherheit der(s) angebauten Gebäude(s) vorzulegen.
Wird die Beseitigung nicht oder nicht rechtzeitig angezeigt, kann dies als Ordnungswidrigkeit mit Geldbuße belegt werden.

 

Insoweit unberührt bleibt aber ggf. die Erforderlichkeit anderer öffentlich-rechtlicher Gestattungen, z.B. innerhalb eines Sanierungsgebietes, nach dem Denkmalschutzgesetz o.ä.



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generiert am 17.09.2019 15:07:30 ­