Bauantrag


Die Errichtung, die Änderung oder die Nutzungsänderung von Anlagen (auch selbständige Aufschüttungen, Lager-, Abstell- und Ausstellungsplätze, Camping- und Wochenendplätze, Stellplätze für Kraftfahrzeuge) ist genehmigungspflichtig und bedarf deshalb einer schriftlichen Genehmigung (Baugenehmigung). Ausgenommen von diesem Grundsatz sind jedoch bestimmte Vorhaben, die in der Bayerischen Bauordnung (Art. 56-58, 72, 73 BayBO) ausdrücklich aufgeführt sind.
 
Für alle Vorhaben, die einer Baugenehmigung bedürfen, ist der Bauantrag vorgeschrieben, der das Baugenehmigungsverfahren einleitet. Er ist unter Verwendung der amtlich vorgeschriebenen Formulare, die im Buchhandel (bzw. download) erhältlich sind, zu stellen und mit den erforderlichen Antragsunterlagen bei der Gemeinde einzureichen, in deren Bereich das Vorhaben verwirklicht werden soll. Der Bauantrag und alle mit ihm einzureichende Bauvorlagen müssen vom Antragsteller und einem bauvorlageberechtigten Entwurfsverfasser unterschrieben sein.

 
Dazu zwei wichtige Hinweise:

• Oft sind unvollständige oder nicht prüffähige Unterlagen die Ursache unnötiger Verzögerungen im Genehmigungsverfahren. Bei der Vielzahl der Bauanträge bleibt deshalb häufig keine andere Möglichkeit, als den gesamten Bauantrag zur Ergänzung an den Bauherrn zurück zu geben. Vollständige Anträge erleichtern also nicht nur die Bearbeitung, sie ermöglichen vielmehr auch ein zügigeres Verfahren und damit auch einen früheren Baubeginn.
• Natürlich müssen auch verfahrensfreie Vorhaben, für die also keine Baugenehmigung beantragt werden muss, die materiellen Vorschriften einhalten (z.B. Abstandsflächen, Brandschutz, Festsetzungen eines Bebauungsplanes usw.). Erkundigen Sie sich im Zweifelsfall bei der Gemeinde oder dem/der bei uns zuständigen Sachbearbeiter/in (siehe Zuständigkeiten). Ggf. ist dann ein gesonderter Antrag, eine Abweichung oder Befreiung zuzulassen, bei der Gemeinde einzureichen.
 
Die Baugenehmigung ist die hoheitliche Erklärung, dass dem Vorhaben im Zeitpunkt der Entscheidung öffentliches Recht, das im bauaufsichtlichen Verfahren Prüfungsgegenstand ist, nicht entgegensteht. Erst wenn sie erteilt ist, darf mit dem Bau des Vorhabens begonnen werden. Unter gewissen Voraussetzungen ist es möglich, schon vor Erteilung der (endgültigen) Baugenehmigung die Ausführung von Teilen des Vorhabens zuzulassen (Teilbaugenehmigung).
 
Sofern in der Baugenehmigung (auch Teilbaugenehmigung) nicht ausnahmsweise eine andere Frist bestimmt ist, erlischt sie, wenn innerhalb von vier Jahren nach ihrer Erteilung mit der Ausführung des Vorhabens nicht begonnen wird oder die Bauausführung vier Jahre unterbrochen worden ist.
Die Geltungsdauer kann jeweils um bis zu zwei Jahre verlängert werden. Dazu muss der schriftliche Antrag vor Ablauf der Geltungsdauer dem Landratsamt Roth zugegangen sein. 



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generiert am 22.09.2019 06:18:05 ­