Bauwasserhaltung


Eine Bauwasserhaltung dient dazu, eine Baugrube während der Zeit einer Baumaßnahme trockenzulegen. Diese Benutzung des Grundwassers bedarf einer wasserrechtlichen Erlaubnis durch das Landratsamt Roth.

Die Bauwasserhaltung muss immer so durchgeführt werden, dass das Grundwasser oder das Fließgewässer, in das eingeleitet werden soll, nicht verunreinigt oder beeinträchtigt werden.

Erlaubnisverfahren

Das vorübergehende Absenken von oberflächennahem Grundwasser und seine Wiedereinleitung stellt eine Gewässerbenutzung dar, für die eine wasserrechtliche Erlaubnis mit Zulassungsfiktion nach Art. 70 BayWG erforderlich ist.
Der Gesetzgeber hat vor wenigen Jahren das Bayerische Wassergesetz (BayWG) so geändert, dass die Bauwasserhaltung ohne großen bürokratischen Aufwand genehmigt werden kann. Voraussetzung ist die Vorlage vollständiger Planungsunterlagen.

Wir bitten Sie, das Antragsformular ausgefüllt und mit den erforderlichen Bescheinigungen und Unterlagen rechtzeitig beim Landratsamt Roth einzureichen.
Die im Antrag gemachten Angaben sind Bestandteil der erteilten Erlaubnis und somit einzuhalten. Das LRA Roth behält sich vor, die Gewässerbenutzung zu überwachen.

Durchführung

Das entnommene Grundwasser ist grundsätzlich über eine Versickerungseinrichtung (z.B. Geländemulde) direkt wieder in das oberflächennahe Grundwasser einzuleiten. Nur wenn das nicht möglich ist oder hierfür ein unzumutbarer Aufwand erforderlich wäre (bitte Begründung angeben!), kann in ein nahegelegenes Oberflächengewässer oder in einen Regenwasserkanal abgeleitet werden. Eine Einleitung in einen Schmutz- oder Mischwasserkanal ist nicht zulässig.

Es ist wichtig, dass nur unverschmutztes Bauwasser ins Gewässer eingeleitet wird. Es kann u.a. mit Feinstoffen, die aus dem Boden mitausgeschwemmt werden, verunreinigt sein. Deshalb muss das Bauwasser vor Einleitung in das Gewässer über ein Absetzbecken, z.B. ein geeigneter Container, vorgereinigt werden.
Falls das Bauwasser durch einen Ölunfall o.ä. verschmutzt wird, ist die Einleitung in das Gewässer umgehend einzustellen und das Landratsamt Roth zu benachrichtigen.

Die Einleitungsstelle in ein Fließgewässer muss so befestigt werden (z.B. Steinwurf), dass das Ufer vor Ausspülungen gesichert ist.
Nach Beendigung der Baumaßnahme ist der frühere Zustand wieder herzustellen, d.h. die Befestigung der Einleitungsstelle und andere Teile der Bauwasserhaltung, die auf Gewässer oder Grundwasser einwirken, sind zu entfernen.

Rechtsgrundlage

Art. 70 Bayerisches Wassergesetz



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generiert am 21.02.2020 03:55:44 ­