Abwasserabgabe


 Mit der Abwasserabgabe verfolgt der Gesetzgeber die folgenden Zielsetzungen:

  • Anreizfunktion
    Da sich die Höhe der Abgabe nach der Schädlichkeit des Abwassers richtet, soll ein Anreiz zu besseren Reinigungsmaßnahmen geschaffen werden.
  • Ausgleichsfunktion
    Wer das Abwasser bisher unbehandelt ließ bzw. unzureichend behandelte, hatte einen Kostenvorteil. Die Abwasserabgabe will diesen „Kostenvorteil" zum Teil abschöpfen, da die „Gewässersünder" eine höhere Abgabe zahlen müssen.
  • Verbesserung der Technologie
    Wenn man mit Abwasserbehandlung Geld sparen kann, liegt nahe, bessere Behandlungsmethoden zu entwickeln. Für die Industrie soll dies dazu führen, abwasserarme oder abwasserlose Produktionsverfahren zu entwickeln und einzusetzen sowie den Stand der Abwassertechnik zu verbessern.
  • Sparsame Verwendung von abwasserintensiven Produkten
    Bei abwasserintensiv hergestellten Produkten führt die Abgabe zu Preiserhöhungen. Dies soll die Verbraucher zu einer sparsamen Verwendung veranlassen.

Je geringer das Abgabeaufkommen, desto sauberer sind die Gewässer.

Die Einleiter von Abwässern können durch technische Verbesserungen einerseits ihre Abwasserabgabe verringern und damit andererseits wirksame Verbesserungen zur Reinhaltung der Gewässer leisten. Dadurch wird ein wirksamer Schutz der Gewässer im Landkreis Roth erreicht.


Rechtsgrundlagen

Abwasserabgabengesetz (AbwAG)
Bayerisches Abwasserabgabengesetz (BayAbwAG)



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generiert am 21.02.2020 04:00:23 ­