BURGEN UND SCHLÖSSER

Harsdorfer Schlößchen Enderndorf am See


Das Harsdorfer Schlößchen mitten im Zweiseenort Enderndorf am See wird als Touristinformation des Landkreises Roth genutzt.



ZUR GESCHICHTE ENDERNDORF

Im Ortsnamen Enderndorf kommt das Wort „ender“, mittelhochdeutsch enet = drüben, jenseits, vor. Noch heute gibt es
im Dialekt das Wort enterhalb. Enderndorf ist demnach das Dorf enterhalb des Bergrückens von Spalt. Über Jahrhunderte
hatten die Menschen hier vom Ertrag ihrer Äcker und Wiesen gelebt. 1347 erstmals urkundlich erwähnt, erfuhr Enderndorf,
wie die meisten von Landwirtschaft geprägten Orte, seine erste größere Ausweitung im 20. Jahrhundert.

Im Mittelalter war Enderndorf ein Weinbauerndorf. Noch heute ist diese Geschichte unter anderem an der Nachbarschaft
zu Spalt, Großweingarten und dem Flurname Weinberg sowie den in Richtung Ottmannsberg noch im Wald sichtbaren alten
Weinterrassen abzulesen. Jedoch schon Anfang des 16. Jahrhunderts überflügelte der Hopfenbau den Anbau von Wein.
Höhere Anforderungen an den Wein sowie der verstärkt aufkommende Bierkonsum bewirkten in Enderndorf den Übergang
zur Hopfenwirtschaft. Enderndorf gehört zum Hopfensiegelbezirk Spalt und hatte ein eigenes Hopfensiegel.

Die Siegelung wurde bereits um 1700 aufgenommen. 1890 wird berichtet, betrug die jährliche Produktion von Hopfen
ca. 300 Ballen. Ende des 19. Jahrhunderts waren über zehn Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche dem Hopfen
vorbehalten. 1956 nur noch etwas mehr als 5 Prozent und heute wird von keinem Enderndorfer Landwirt mehr Hopfen
angebaut.






 

DIE GESCHICHTE DES HARSDORFER SCHLÖSSCHEN


  Über viele Jahrhunderte scharte das Herrenhaus als Mittelpunkt des Dorfes seine Bauern wie eine Glucke ihre Küken rings um sich.
  1515 wurde das Harsdorfer Schlößchen erstmals urkundlich erwähnt, als die Familie Fütterer, die damaligen Dorfherren, bekundete
  „ihren Sitz oder Herrenhaus, so vormals in solchen Dorf gestanden und durch Kriegswirren und Prunst vergangen ist, wiederrum
  aufzubauen mit einem steinernen Fuß von 40 Schuh in der Bierung.“

  Durch Heirat kommt Enderndorf 1649 an Hans von Willibald von Haller. 1673 bringt seine Tochter Maria Dorf und Schloss in die Ehe
  mit Christoph Andreas Harsdorf. Der neue Grundherr legte sich nun auch den Zunamen „von Enderndorf“ bei. Über 200 Jahre waren
  die Harsdorf von Enderndorf Schloßherren und damit Grund-, Dorf- und Gemeindeherren.

  Die Familie Harsdorf verkaufte das Schloss 1903 an die Enderndorfer Gemeinde, die darin ihre Schule nebst Lehrerwohnung einrichtete.
  Ein erneuter Umbau erfolgte 1958. In der Folge wurde auch ein Geschäftslokal der Raiffeisenkasse untergebracht. 1990 kaufte der
  Landkreis Roth das Schloss von der Stadt Spalt, zu der Enderndorf 1972, im Zuge der Gebietsreform, gekommen war.





► mehr zur Geschichte - Einweihungsschrift Informationszentrum Harsdorfer Schlößchen

___________________________________________________________________________________________

 

► mehr zum Informationszentrum Harsdorfer Schlößchen ...


 hier geht's zum Download!



Weitere Informationen und Material zum Thema finden Sie auf der rechten Navigationsleiste.


« zurück
Link zu contentXXL
©Landratsamt Roth 2019
generiert am 18.11.2019 07:10:33 ­