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Spatenstich am Gymnasium Wendelstein


Mit dem Spatenstich am Freitagnachmittag ist das Gymnasium Wendelstein wieder ein Stückchen mehr Realität geworden. Und Landrat Herbert Eckstein genoss es sichtlich, die Früchte eines fast 35 Jahre währenden Ringens nun zu ernten.

Sieben Ordner habe er sich in der letzten Nacht noch einmal reingezogen, sagte Eckstein. „Protokolle, Anträge, Leserbriefe, es ist einfach spannend.“ Zu jeder Zeit sei das Thema quer durch alle Parteien weiterverfolgt worden. „Auch wenn keine Wahlen anstanden.“ Minister habe man kommen und gehen sehen. Und bei Besuchen, oft schon nach zwei Minuten gewusst, dass es wieder nichts werde. „Aber wir sind dabei geblieben.“

Jegliche Forderungen der Ministerien sind laut Eckstein erfüllt worden: Prognosen und Gutachten wurden erstellt, Fakten und Schülerzahlen aktualisiert. Aber erst beim aktuellen Bildungsminister Ludwig Spaenle habe man erstmals einen anderen Eindruck gehabt. „Der sagt nicht nur, was ihm andere aufschreiben.“

Ecksteins Eindruck trog offensichtlich nicht, denn im März 2009 kam aus München tatsächlich der Bescheid für ein Gymnasium. „Wenn ein Ministerium 35 Jahren immer nein gesagt hat, dann braucht es einen durchsetzungsstarken Minister, um die Ampel auf Grün zu stellen. Danke Herr Dr. Spaenle“, sagte Eckstein.

Und besagter Minister war am Freitag auch persönlich nach Wendelstein gekommen, um zu bekräftigen: „Der Standort in dieser Region ist ein Selbstläufer.“ Bildung sei das Mittel des sozialen Aufstiegs, das wichtigste, das ein rohstoffarmes Land einem Kind mitgeben könne. „Wir haben die richtige Entscheidung getroffen, Glückauf, Wendelstein.“

So lange es gebraucht hat, grünes Licht für das Gymnasium zu bekommen, so schnell wird es jetzt gehen. In drei Bauabschnitten, beginnend bei der Turnhalle, wird das Projekt über die Bühne gehen. Wenn im September 2012 die ersten Schüler ihre Klassenzimmer in einem  modernen Schulgebäude betreten, das nahezu Passivhausstandard hat, dann werden rund 33 Millionen Euro investiert worden sein. Und es sei richtig investiert worden, so Wendelsteins Bürgermeister Werner Langhans, nämlich in die Zukunft der Kinder.

Text: Rainer Messingschlager, Hilpoltsteiner Kurier



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generiert am 23.05.2012 21:02:38 ­