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Pläne schreiten voran


Nach diversen Ausschüssen hat nun auch der 60-köpfige Kreistag gestern Nachmittag die Weichen gestellt für den Bau des Gymnasiums Wendelstein. Bis September 2012 soll der mindestens 25 Millionen Euro teure Neubau bezugsfertig sein. Umstritten ist lediglich noch, wie viel Geld die Standortgemeinde Wendelstein beisteuern soll.

Deren Angebot beläuft sich je nach Lesart zwischen 1,6 Millionen und 2,5 Millionen Euro. Das reicht den Kreisräten nicht. Ob Bernhard Böckeler (CSU), ob Walter Schnell und Helmut Bauz (Freie Wähler) oder ob Bernd Beringer und Markus Mahl (beide SPD): Alle forderten ihren Kollegen Werner Langhans, den Bürgermeister von Wendelstein, auf, noch einmal nachzulegen. Der konnte aber vorerst nicht mehr zusagen. „Ich kann nur das tun, was durch Beschluss meines Gemeinderates gedeckt ist.“

Bislang ist der Landkreis davon ausgegangen, dass Wendelstein mindestens für Grundstücks- und Erschließungskosten aufkommt, so wie dies andere Standortgemeinden von neuen Gymnasien in Bayern auch getan haben. Damit müsste die (schuldenfreie und mit eminent hohen Rücklagen ausgestattete) Marktgemeinde mindestens drei Millionen Euro schultern. Hinzu kommen 1,5 Millionen Euro, mit denen sie die für die Schule nötige Dreifachturnhalle zu einer Sporthalle aufrüsten wird, die auch für Großveranstaltungen geeignet ist. Kreiskämmerer Jürgen Lafère nannte erste Gespräche mit Wendelstein auf Verwaltungsebene „ernüchternd“. Doch das letzte Wort, das hoffte die große Mehrheit im Kreistag, ist noch nicht gesprochen.

Gutes Stück voran gekommen

In allen übrigen Fragen ist der Kreistag gestern ein gutes Stück voran gekommen. Kreisbaumeister Ralph Möllenkamp stellte erstmals Details zum bereits beschlossenen Archi­tektenwettbewerb vor. Der muss bei einer Bausumme von 25 Millionen Euro europaweit ausgeschrieben werden. Allerdings werden aus mutmaßlich mehreren hundert Bewerbungen 30 Büros ausgelost, die ihre Vorstellungen konkretisieren können. Hinzu kommen sechs bis acht eingeladene Architekten aus der Region.

Die Zeit drängt. Bis zum Herbst muss der Wettbewerb abgeschlossen und müssen die Pläne fertig sein. Spätestens im November muss der Zuschussantrag an die Regierung ge­stellt sein. Nur dann ist gewährleistet, dass mit dem Bau wie geplant im Juni 2010 begonnen werden kann. An staatlichen Zuschüssen erhofft sich der Landkreis 8,1 Millionen Euro.

Was die zwei Ausbildungszweige am künftigen Gymnasium angeht, sortiert sich die Lage allmählich. Keinesfalls geben wird es eine musische Ausrichtung, alleine schon um dem Wolfram-von-Eschenbach-Gymnasium in Schwabach keine Konkurrenz zu machen. Favorisiert werden derzeit ein mathematisch-naturwissenschaftlicher und ein wirtschaftswissenschaftlicher Ausbildungszweig.

Quelle: Roth-Hilpoltsteiner Volkszeitung



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generiert am 09.02.2012 06:43:41 ­