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Gymnasium Wendelstein erfüllt alle Voraussetzungen


Landrat Herbert Eckstein bekräftigt die Forderung nach einem Gymnasium für Wendelstein. In einem Schreiben an den neuen bayerischen Kultusminister Siegfried Schneider belegt der Landrat die erforderlichen Voraussetzungen. Aufgrund der Entwicklung der Schülerzahlen hält der Landkreis Roth die Errichtung eines Gymnasiums in Wendelstein für dringend erforderlich, so Herbert Eckstein.

700 Schüler im Einzugsbereich

Rückendeckung erhält der Landkreischef vom zuständigen Schul- und Bildungsausschuss des Landkreises und vom Wendelsteiner Bürgermeister Wolfgang Kelsch. Die örtlichen Übertrittsquoten von der Grundschule auf das Gymnasium seien seit Jahren auf hohem Niveau bei rund 40 %, so Kelsch. Insgesamt besuchen nach neuesten Zahlen etwa 700 Schüler aus dem Einzugsbereich der Gemeinden Wendelstein und Schwanstetten ein Gymnasium. Dazu kämen weitere Schüler beispielsweise aus Feucht und Schwarzenbruck. Ein Gymnasium vor Ort würde die bestehenden Gymnasien im Umkreis entlasten, ohne diese zu gefährden.

Alle Voraussetzungen geschaffen

Nach wie vor treten die Kommunalpolitiker daher engagiert für ein Gymnasium in Wendelstein ein. Im Umland der Großstadt Nürnberg müsse ein weiterer Standort geschaffen werden, da die Kosten für Schülerbeförderung und Gastschulbeiträge für den Landkreis Roth jetzt bereits höher seien als der Unterhalt eines eigenen Gymnasiums. Landrat und Bürgermeister verweisen unisono auf die optimalen Voraussetzungen in Wendelstein: Die planungsrechtlichen Voraussetzungen sind ebenso erfolgt wie der Erwerb der erforderlichen Grundstücke. Die Nähe zur Kreissportanlage werden als weiterer Pluspunkt in die Diskussion gebracht.

Keine Entscheidung aus München

Gleichzeitig betonen beide, dass eine Entscheidung über den Standort in München getroffen werden muss - und nicht, wie vom Kultusministerium gefordert, zwischen den beiden beteiligten Gemeinden Feucht und Wendelstein.
Der neue Kultusminister verweist im Antwortschreiben auf den Schulentwicklungsplan: Bereits seit 1999 sei der Freistaat aus Sicht des Kultusministeriums flächendeckend mit Gymnasien versorgt und nur noch in akuten Einzelfällen werde über Neugründungen entschie-den. Dazu sei im konkreten Fall ein unabhängiges Gutachten erforderlich.

Diese Anregung des Kultusministers wurde vom Rother Kreisausschuss umgehend aufgegriffen: Wenige Tage nach Eingang des Schreibens aus München beschloss der zuständige Ausschuss den Auftrag für ein solches Gutachten.

 



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generiert am 23.05.2012 20:30:55 ­