HYGIENEBERATUNG
Veröffentlicht am 23.12.2004

Fuchsbandwurm


Der Kleine Fuchsbandwurm (Echinococcus multilocularis) ist ein Parasit, nur maximal fünf Millimeter lang und lebt im Dünndarm des Wirtstieres.


Fuchsbandwurm - Bildquelle: Bayerisches Landesamt für Gesundheit und LebensmittelsicherheitEr braucht für seine Entwicklung einen Zwischenwirt, in dem sich ein Larvenstadium (Finne) entwickeln kann, und einen Endwirt, in dessen Darm der erwachsene Wurm sich aufhält und Eier produziert. Erst wenn die Finne in einen Endwirt gelangt, entstehen neue Bandwürmer.

Als wichtigster Endwirt des Wurmes gilt der Fuchs. Der Fuchs scheidet die mikroskopisch kleinen Wurmeier mit dem Kot aus. Er trägt sie aber auch in seinem Fell, mit dem er an Pflanzen und Sträuchern vorüberstreift und sie so an Beeren und Kräuter abgibt.

Kleine Nagetiere wie Feld- und Wühlmäuse oder Ratten kommen mit dem eihaltigen Kot oder den eibehafteten Pflanzen in Berührung, nehmen sie auf und werden zu Finnenträgern. Aus den in den Eiern enthaltenen Larven entwickelt sich in der Leber die Finne, die zahllose Anlagen für neue Bandwürmer enthält. Füchse, Marder, Hunde und Katzen fressen diese Finnenträger und werden ihrerseits zu Bandwurmträgern.

Der Mensch kann die Bandwurmeier zufällig aufnehmen. Das geschieht vermutlich über befallene Lebensmittel (z.B. Waldfrüchte, Fallobst) oder durch den Kontakt mit infizierten Tieren (z.B. tote Füchse, Streicheln oder Kontakt mit dem Kot von befallenen Katzen oder Hunden).

Die Eier sind extrem kälteresistent, aber nur wenig widerstandfähig gegen Hitze und Austrocknung. Unter unseren klimatischen Bedingungen bleiben sie über Monate hinweg infektiös. Sie können mit Staub aufgewirbelt und weitertransportiert werden.

Quelle: Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit



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