UMWELT & TRINKWASSER

Naturbadegewässer - Informationen zu Prüfungsparametern


Schwimmen und Baden in natürlichen Badegewässern bereitet vielen Menschen ein besonderes Naturerlebnis und gewinnt zunehmend an Beliebtheit. An die Wasserqualität in Seen, die zum Baden genutzt werden, sind Mindestanforderungen zu stellen, damit die gesundheitlichen Risiken für die Erholungssuchenden minimiert werden können.

 

Petersgmünder Badeweiher

Baden und Wassersport zählen zu den beliebtesten Freizeitvergnügen. Ein durchschnittlicher Schwimmer schluckt beim Baden im Schnitt 50 ml, ein Nichtschwimmer 30 ml Wasser. Kinder beim Herumtoben und nicht ganz so gute Surfer nehmen oft ein Vielfaches dieser Mengen auf. Damit dabei keine Krankheitserreger geschluckt werden und das Baden wirklich ein Vergnügen bleibt, genügt es nicht, allein die hygienische Wasserqualität engmaschig zu überwachen. Vielmehr rückt das systematische und umfassende Management einer Badestelle in den Vordergrund. Im Jahr 2008 untersuchten alle zuständigen Behörden erstmals nach der neuen Badegewässerrichtlinie (Richtlinie 2006/7/EG), die in Abstimmung mit den EU-Mitgliedsstaaten entstanden ist. Diese wurde in Bayern durch die Bayerische Badegewässerverordnung (BayBadeGewV) vom 15. Februar 2008 umgesetzt. In diesem Zusammenhang musste für jedes Badegewässer bis zum 24. März 2011 ein sogenanntes Badegewässerprofil erstellt werden. Es umfasst eine geografische, hydrologische und physikalische Beschreibung der Badestelle. Weiterhin mussten potenzielle Kontaminationsquellen ermittelt und bewertet werden: Art, Häufigkeit und Dauer zu erwartender kurzzeitiger und sonstiger Verschmutzungen sowie deren Abhilfemaßnahmen waren zu ermitteln. Diese Angaben bilden die Grundlage für die Bewertung eines hygienisch gesundheitlichen Risikos für die Badenden und für daraus resultierende Bewirtschaftungsmaßnahmen.

Dementsprechend können Gewässer nach seuchenhygienischer Sicht in folgende Kategorien eingeteilt werden:

Leitwerte eingehalten: Baden unbedenklich

Leitwerte überschritten - Grenzwerte eingehalten: Baden noch möglich

Grenzwerte überschritten: Baden nicht mehr möglich
Bei Überschreitung der Leitwerte kann der Badebetrieb eingeschränkt oder, bei Überschreitung der Grenzwerte, das betroffene Badegebiet gesperrt werden.

Die Naturfreibadegewässer Rothsee, Igelbachvorsperre, Jägersee, Abenberger Weiher und Wallesauer Weiher im Landkreis Roth werden vom Gesundheitsamt in der Badesaison von Mai bis September mindestens alle zwei Wochen überwacht. Die Überprüfung umfaßt den augenfälligen Zustand, wobei auf die Wasserverfärbung, auf Geruch und Oberflächenfilmbildung durch Tenside, Phenolgeruch, Teerrückstände, Treibholz und sonstige Abfälle geachtet wird und die Sichttiefe bestimmt wird. Die entnommenen Wasserproben werden zur Untersuchung an das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit gesandt.Die Auswertung, der in den letzten Jahren von uns durchgeführten Analysen zeigt eine deutliche Verbesserung der Gesamtsituation. Die überprüften Badegewässer haben eine gute Wasserqualität.

Deshalb ist auch künftig eine eingehende Besichtigung und Bewertung der Verhältnisse vor Ort neben einer regelmäßigen mikrobiologischen Überwachung notwendig, um lästige oder sogar gefährliche Erkrankungen der Erholungssuchenden vermeiden zu helfen. Die vom Gesundheitsamt Roth durchgeführten Wasseruntersuchungen zeigen frühzeitig solche negativen Entwicklungen auf, so dass eine kontinuierliche und kompetente Gewässerüberwachung als Frühwarnsystem dient.



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generiert am 19.08.2019 03:20:30 ­