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Veröffentlicht am 09.09.2011

Die Schüler können kommen


Ab und zu fährt ein Speditionsmitarbeiter Tische durch die hellen Gänge, in einem Klassenzimmer wird an der Elektronik gefeilt und in der Werkhalle werden schwere Maschinen installiert. Noch laufen die letzten Arbeiten im Berufskraftfahrerzentrum auf Hochtouren. Doch pünktlich zum Schulbeginn am kommenden Dienstag können die Berufsschüler der Sparten Berufskraftfahrer, Bau- und Landmaschinenmechaniker und Kfz-Nutzfahrzeugmechatroniker das neue Gebäude unterhalb der Berufsschule Roth beziehen.

Schulungsraum und Werkstatt

Und das hat es durchaus in sich. Davon überzeugte sich Landrat Herbert Eckstein wenige Tage vor Schulstart gemeinsam mit Berufsschulleiter Michael Greiner, dem Fachlehrer für Berufskraftfahrer Georg Miederer, den zukünftigen Hausmeister Philipp Erlbacher, Kreisbaumeister Ralph Möllenkamp sowie Anika Gruner und Alexander Wernard von der Gebäudeverwaltung des Landkreises Roth. Die direkte Verbindung von Theorie und Praxis war wichtigste Voraussetzung für die Gebäudeplanung. Dieses Ziel haben die Verantwortlichen erreicht: „Von jedem der modern ausgestatteten Klassen- und Gruppenräume gelangen die Schüler direkt in eine der großen Werkstatthallen“, lobte der Schulleiter die Grundrissgestaltung.

Steht zum Beispiel gerade der Aufbau eines Lkw-Motors auf dem Lehrplan, kann dieser zunächst innerhalb der Klassenräume in der Theorie besprochen werden. Anschließend kann die Klasse in einer der Werkhallen direkt am Objekt die Praxis üben. Die Größe der Hallen macht es auch möglich, die Klassen in einzelne Gruppen aufzuteilen, die sich verschiedene Projekte gemeinsam erarbeiten. Dabei wird es den Schülern an nichts fehlen: Von Montagegruben über einen Portalkran bis hin zur Bremsenprüfstandsanlage ist im neuen modernen Ausbildungszentrum alles vorhanden, was sie für eine fundierte Ausbildung benötigen.

„Für die Grundausstattung haben wir gesorgt – alles Weitere sollen die Schüler selbst mit gestalten dürfen“, sagt Eckstein in Übereinstimmung mit Greiner. So sollen sie zum Beispiel bei der Wand- und Sitzeckengestaltung im Pausenflur mit einbezogen werden. „Schulen müssen mit ihren Schülern wachsen“, erklärte der Landkreischef das Vorgehen der Verantwortlichen.

Der Landkreis Roth setzt aber nicht nur auf eine moderne und nutzerfreundliche Einrichtung: Wie bei allen Neubauten kommt auch beim Betrieb des Gebäudes umweltschonende Technik zum Einsatz. So wird das Berufskraftfahrerzentrum über das in unmittelbarer Nähe gelegene Biomasse-Blockheizkraftwerk geheizt. Und auf dem Dach betreibt eine Gesellschaft des Energiebündels eine Fotovoltaikanlage, die das Gebäude mit Strom versorgt.



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generiert am 23.05.2012 13:57:47 ­