
Als Verkehrssicherheitsbeauftragter für den Landkreis Roth gehöre es zu seinen Aufgaben, Unfallschwerpunkte zu analysieren und in einer Unfallkommission zu diskutieren, erläuterte Rock den Kreistagsmitgliedern. Zeitnah bemühe man sich zu handeln, Maßnahmen einzuleiten, die Unfälle verhüten helfen oder mit der Regierung von Mittelfranken auch bauliche Maßnahmen auf den Weg zu bringen.
Eine der Strecken, die im Fokus der Beobachtung stünden, sei die Verbindung zwischen Barnsdorf und Roth (RH6). Sechs Unfälle habe es dort in jüngster Vergangenheit gegeben, zwei davon waren als „schwer“ einzuordnen. In der Talaue bilde sich sehr schnell Nebel, der im Winter auch schon mal zu Blitzeis führe. Eine Schutzplanke vor einem Baum soll dort zumindest Schlimmeres verhindern.
Überraschend mag für manche Kommunalpolitiker gewesen sein, dass an manchen Unfallhäufigkeitsstellen vor allem Autofahrer verunglücken, die den Weg tagtäglich befahren. Dies sei beispielsweise auf der Verbindung von Abenberg zur Hergersbacher Kreuzung so.
Richtig kritische Punkte sieht Gerhard Rock bei den Kreisstraßen zurzeit nicht. Dass dies so ist, sei vor allem zum Teil aufwändigen Baumaßnahmen zu verdanken. Der Polizeibeamte nannte in diesem Zusammenhang den Bau des Kreisels in Rednitzhembach oder bei Kammerstein.
Handlungsbedarf gegeben
Handlungsbedarf sieht er in Allersberg bei der Ausfahrt der A9 auf die Staatsstraße und bei der Abbiegespur von der Staatsstraße in Richtung Allersberg. Wenn die A6 dicht ist, und vor allem Brummifahrer auf die vierspurige Bundesstraße 2 ausweichen, um auf die Autobahn in Richtung München zu gelangen, dann würden sich bei der Ausfahrt Roth Unfälle häufen, weiß Rock. Hier für Abhilfe zu schaffen, liegt freilich nicht in der Zuständigkeit des Landkreises.
Zahl der Unfälle mit schweren Sachschäden ist zurückgegangen
Von „Topwerten“ in der Verkehrsunfallstatistik für den Landkreis Roth sprach Gerhard Rock von der Polizeiinspektion Roth bei der jüngsten Sitzung des Tiefbauausschusses des Kreistages. Auf Anfrage dieser Zeitung nannte er auch Zahlen.
Nach der vorläufigen Halbjahresstatistik ist nicht nur die Zahl der Gesamtunfälle im Vergleich zu 2009 von 1383 auf 1277 gesunken. Auch bei den Unfällen mit schweren Sachschäden war ein Rückgang von 309 auf 237 zu verzeichnen und bei den Kleinunfällen ging die Zahl von 887 auf 863 zurück.
Personenschäden waren im ersten Halbjahr noch 237 zu beklagen; im Jahr 2009 waren es 309. Bei den verletzten Personen spricht die Statistik von 183 leicht verletzten (Vorjahr 211) und von 37 schwer verletzten Personen (Vorjahr 55).
Text: Arno Heider, Roth-Hilpoltsteiner Volkszeitung
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