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Spatenstich am Berufskraftfahrerzentrum und an der Atemschutzübungsstrecke

Feuerwehr und Berufsschule werden künftig in Roth unter einem Dach unterrichten. Denn das neue Gebäude in der Brentwoodstraße, für das gestern Spatenstich gewesen ist, wird einmal Berufskraftfahrerzentrum und Atemschutzstrecke beherbergen.

Vor allem für die Feuerwehren geht damit ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. Denn bereits im Februar 2006 hatte sich der Kreisausschuss erstmals mit der Sanierung der alten Atemschutzstrecke beschäftigt. Rund 800 000 Euro sind damals angesetzt worden.

Da schnell klar wurde, dass am alten Standort der Platz nicht ausreicht, hat man in der Folge mehrere Varianten – unter anderem beim Bauhof in Hilpoltstein und in Georgensgmünd – durchgespielt. „Da war nichts Passendes dabei“, sagte Landrat Herbert Eckstein beim Spatenstich. Zudem habe man sich gesagt, man wolle keine halben Sachen. „Dann brüten wir es aus, damit es etwas Gescheites wird.“ Wobei die lange Wartezeit nicht mehr zur Freude der Feuerwehren war.

Neue Dynamik bekam das Projekt mit dem Zuschlag des Berufskraftfahrerzentrum für den Landkreis Roth. Im Dezember 2008 stand das Raumprogramm für die Schule und schon ein halbes Jahr später hat der Kreisausschuss entschieden, daran die Atemschutzstrecke anzubauen. Der Vorteil dieser Lösung liegt in der gemeinsamen Nutzung verschiedener Räume, zudem muss nur ein Gebäude gebaut werden.

Rund 5,8 Millionen Euro wird das Projekt kosten, 3,66 Millionen Euro entfallen davon auf die Berufsschule. Der Landkreis rechnet mit einer Gesamtförderung in Höhe von 2,1 Millionen Euro. Im Juni 2011 soll bereits alles fertig sein. Ab September können dann in den zwei Werkstätten und vier Klassenzimmern bis zu 180 Schüler unterrichtet werden. Rund 3700 Quadratmeter Fläche stehen insgesamt zur Verfügung, die Atemschutzstrecke beansprucht davon rund ein Drittel.

Dass Schule und Feuerwehr das Projekt gemeinsam realisieren, ist für Eckstein auch eine Sieg für die Ausbildung. Es sei von Vorteil gewesen, dass man zu jeder Zeit „extrem fundiert“ diskutiert habe. „Hätte jeder nur gekrautert, dann wäre das nicht gelaufen.“

Text: Rainer Messingschlager, Hilpoltsteiner Kurier



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