Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Gunzenhausen, Burkhard Druschel, und Gunzenhausens Bürgermeister Joachim Federschmidt hießen die Gäste der Denkmalprämierung im genau 150 Jahre alten Sparkassengebäude willkommen. Dort sagte Bezirkstagspräsident Richard Bartsch bei der vom Claus-Raumberger-Ensemble umrahmten Feierstunde zu den Besitzern oder Verantwortlichen prämierter Baudenkmäler aus den Landkreisen Nürnberger Land, Roth und Weißenburg-Gunzenhausen: „Sie zeigen heute unser mittelfränkisches Gesicht.“ Im Vorwort des Buchs „Denkmalpflege in Mittelfranken 2009“ schreibt er, dass von den 130 instand gesetzten, meist von den Kreisheimatpflegern vorgeschlagenen Baudenkmälern eine Jury 77 als preiswürdig ausgewählt hat.
Der Generalkonservator des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege, Professor Egon Johannes Greipl, stellte am Beispiel von Emporen und neuer Orgel in der Stadtkirche von Gunzenhausen dar, dass es sich lohne, um gute, denkmalverträgliche Lösungen zu ringen. Er lobte die vielfältige Denkmallandschaft Mittelfrankens, die von einer reichen Geschichte herrühre.
Eine halbe Milliarde Euro im Jahr werde in Bayern für den Erhalt von Denkmälern ausgegeben. „Das ist ein Wirtschaftsförderungsprogramm erster Güte für den Mittelstand“, sagte Greipl. Schließlich könnten beispielsweise die für Denkmäler benötigten Holzfenster nicht als Massenware irgendwo industriell hergestellt werden, sondern nach Maß in einer Schreinerei der Region. „Der Lorbeer heute gebührt aber vor allem Ihnen, den Denkmaleigentümern!“, sagte Greipl.
Mit Lichtbildern, auch vom Zustand vor der Sanierung, stellte die Bezirksheimatpflegerin Andrea M. Kluxen die prämierten Denkmäler vor, darunter auch die aus dem Landkreis Roth. Die diesjährigen prämierten Objekte zeigen einen reichhaltigen Querschnitt durch die Vielfalt der historischen Bautradition in der Region und veranschaulichen damit das besondere Gesicht einer Kulturregion“, schreibt sie in der Einleitung des neuen Buchs, das auf 112 Seiten die prämierten Denkmäler in Wort und Bild vorstellt. Für die vorbildlichen Sanierungen überreichte Richard Bartsch den Besitzern und Verantwortlichen die Urkunde und das neue Buch, in dem auf 14 Seiten die Denkmäler des Landkreises Roth zu sehen sind. Landrat Herbert Eckstein gratulierte den Eigentümern und bedankte sich bei ihnen für das denkmalpflegerische Engagement.
Zur Denkmalprämierung des Bezirks gehört nicht nur die Vorstellung der Baudenkmäler bei der Feier, sondern auch die Ausstellung in der Schalterhalle der Sparkkasse, bei der die prämierten Denkmäler ausführlich vorgestellt werden.
Text und Foto: Eva Schultheiß, erschienen im Hilpoltsteiner Kurier
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