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Veröffentlicht am 18.03.2009

Sonderausstellung im Museum Thalmässing zeigt die neuesten Funde


Sie lebten auf den Hoch- und Talflächen der Fränkischen Alb, stellten hochwertige Keramikgefäße, ausgeklügelte Werkzeuge und beeindruckende Waffen her und trieben bereits regen Handel: Schon im neunten Jahrhundert vor Christus hatten unsere Vorfahren auch im Gebiet um Thalmässing stattliche Ansiedlungen angelegt.

Die Sonderausstellung 2009 im Museum Thalmässing beschäftigt sich mit den östlichen Nachbarn der Keltenfürsten

Ihre Spuren sind noch heute sichtbar und geben Auskunft über unsere Vergangenheit. Vor allem die Region um den Hinteren Berg und die Göllersreuther Platte bei Landersdorf war in den vergangenen Jahren Gegenstand wissenschaftlicher Forschungen. Die jüngsten Grabungsfunde hat Dr. Markus Schußmann vom Lehrstuhl für Vor- und Frühgeschichte mit seinen Mitarbeitern in der diesjährigen Sonderausstellung im Museum Thalmässing zusammengestellt. Die Ausstellung „Die östlichen Nachbarn der Keltenfürsten – Neueste archäologische Forschungen zur Urnenfelder-, Hallstatt- und Frühlatènezeit auf der Südlichen Frankenalb“ wird am Freitag, 27. März um 19 Uhr eröffnet.

Die Sonderausstellung mit zahlreichen Funden aus dem Raum Thalmässing ist bis zum 31. Oktober 2009 im Erdgeschoss des Vor- und Frühgeschichtlichen Museum zu sehen. Besonders sehenswert sind ein bronzenes Lappenbeil, ein trepanierter Schädel und eine goldplatierte Scheibenfibel. Daneben zeigt die Ausstellung Alltagsgegenstände, Schmuck und Waffen – zum großen Teil Leihgaben der Naturhistorischen Gesellschaft Nürnberg, des Germanischen Nationalmuseums, des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege und der Gemeinde Kinding.

Die aktuellen Forschungsergebnisse zu den „östlichen Nachbarn der Keltenfürsten“ hat das Team um Dr. Schußmann in einer gleichnamigen Broschüre zusammengefasst. Das 90 Seiten starke Heft ist gegen einen kleinen Unkostenbeitrag im Museum Thalmässing erhältlich.

Noch weiter in die Geschichte zurück

Die Dauerausstellung im ersten Stock führt noch weiter in die Regionalgeschichte zurück: Die Funde – unter anderem ein vollständig erhaltenes, rund 4.000 Jahre altes Hockergrab eines Mannes aus der Schurkeramikzeit und ein keltisches Fruchtbarkeitssymbol – reichen bis in die Jungsteinzeit.

Die Fundorte sind ebenso interessant wie die Ausstellungsstücke selbst. Sie erschließen sich auf einer Wanderung inmitten der idyllischen Vorjuralandschaft des Naturparks Altmühltal: Der Archäologische Wanderweg, der ans Museum auf dem Thalmässinger Marktplatz anschließt, führt auf 16 Kilometern zu Stationen vorgeschichtlicher Besiedlung, unter anderem auch zum Hinteren Berg und zur Göllersreuther Platte.

Das Vor- und Frühgeschichtliche Museum Thalmässing ist von April bis Oktober immer Dienstag bis Sonntag von 10 bis 12 Uhr und von 13 bis 16 Uhr geöffnet. Informationen beim Museum Thalmässing, Telefon 0 91 73/91 34 und beim Landratsamt Roth, Amt für Kultur und Tourismus, Telefon 0 91 71/81-329, E-Mail tourismus@landratsamt-roth.de.


 



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