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Veröffentlicht am 11.11.2005

ENA -Tipps zum „Energiesparen“


Die beste und einfachste Möglichkeit, Heizkosten zu sparen, besteht darin, die Energie nicht unnötig zu verschwenden. Was aber nicht bedeutet, dass man in seinen eigenen vier Wänden frieren oder sich mit kaltem Wasser duschen muss. Oft genügen eine verbrauchsorientiert eingestellte Heizungsregelung oder vernünftiges Benutzerverhalten. Die ENA will mit kleinen und großen Tipps dazu beitragen, dass die Heizkostenrechnung nicht zum Albtraum wird.

1. Die kleinen Tipps, die nichts oder nicht viel kosten:

  • Sind Heizkörper mit Vorhängen, ungünstig platzierten Möbeln oder anderen Verkleidungen verdeckt kann die Wärme nicht optimal an den Raum abgegeben werden. Die Thermostatventile spielen verrückt, es wird unnötig Energie verbraucht.
  • Bei fehlender Außenwanddämmung sollten die Heizkörpernischen wärmegedämmt sein. Sie haben meist nur eine dünne Außenwand, durch die viel Wärme verloren geht.
  • Die Rollladenkästen sollten nicht nur wärmegedämmt sondern auch winddicht sein. Zur Not helfen kurzfristig Dämmplatte und Dichtungsband.
  • Besonders hohe Wärmeverluste entstehen, wenn Heizkörper direkt vor Raum hohen Glasflächen stehen. Deshalb sollte der Heizkörper zur Fensterseite abgedämmt sein.
  • Richtiges Lüften – Stoßlüften und Querlüften – verhindert unnötige Energieverluste. Bei einem Lüftungsvorgang muss das Luftvolumen eines Raumes nur einmal ausgetauscht werden. Lüftungsorgien werden nicht belohnt. Richtig ist es, in regelmäßigen Abständen kurz, aber kräftig durchzulüften. Gekippte Fenster sind - so lange die Heizung in Betrieb ist - tabu.
  • Bei ausreichender Luftfeuchtigkeit (45 bis 60 Prozent) kann die Raumlufttemperatur um gut ein Grad niedriger sein.
  • Feuchtigkeit muss dort durch die Fenster abgeführt werden, wo sie entsteht (Bad, Küche,…).
  • Während des Lüftens sind die Thermostatventile an den Heizkörpern zuzudrehen.
  • Warme feuchte Luft darf nicht in kalte oder wenig beheizte Räume gelangen.
  • Die Türen zu nicht oder nur wenig beheizten Räumen sind geschlossen zu halten.
  • Generelles Absenken der Raumtemperatur um nur ein Grad Celsius erspart 6% Heizenergie.
  • Heizkörper belohnen regelmäßiges Entlüften mit geringeren Verlusten. 
  • Die direkte Nutzung der Sonnenenergie über die Fenster macht sich bezahlt. In der Übergangszeit und im Winter sollte das Sonnenlicht deshalb ungebremst in die Räume gelangen können.
  • Wenn es draußen dunkel wird sollten während der Heizperiode Rollläden, Jalousien und eventuell Vorhänge geschlossen sein.
  • Regelmäßige Kontrolle und Reinigung des Heizkessels spart Energie. Schon eine zwei Millimeter dicke Rußschicht lässt z.B. den Ölverbrauch um zehn Prozent steigen. Die Brenner bedürfen einer besonders sorgfaltigen Wartung durch Fachleute.
  • Durch Reaktivierung von Kaminöfen und Kachelöfen wird zwar nicht Energie gespart, aber die Heizkosten werden reduziert.
  • Die Heizzeiten sollten an die Gewohnheiten der Benutzer angepasst sein. Ist z.B. tagsüber niemand im Hause kann wie in den Nachtstunden die Raumtemperatur (ca. 15°C) abgesenkt werden.
  • Während des Winterurlaubs spart die Ferienschaltung Energie.
  • Ebenfalls hilft das fachmännische Anpassen der Heizkurve an das jeweilige Gebäude. Die Heizkurve stellt einen wichtigen Zusammenhang zwischen Außenlufttemperatur, der erforderlichen Vorlauftemperatur der Heizanlage und der Innenraumtemperatur dar.
  • Die Heizungsumwälzpumpen laufen mit Strom, sie sollten deshalb elektronisch drehzahl- oder druckdifferenzgeregelt ihre Leistung an den Bedarf anpassen.
  • Die Temperatur im Warmwasserspeicher sollte auf max. 50°C eingestellt sein. Damit werden unnötige Wärmeverluste und störender Kalkausfall vermieden. Das Abschalten der Zirkulationspumpe – soweit vorhanden – in Zeiten ohne Warmwasserbedarf oder bei längerer Abwesenheit vermeidet unnötige Wärmeverluste.
  • Durchflussbegrenzer bei Duschen und besondere Perlatoren an den Zapfstellen sparen bis zu 50 Prozent Wasser.

2. Die aufwändigeren Tipps, die nicht zum Nulltarif zu haben sind:

  • Bei Heizkessel, die 20 Jahre oder älter sind, sollte man an Austausch denken. Neue Kessel nutzen den Brennstoff besser aus und haben deutlich geringere Eigenverluste.
  • Die Leistung des neuen Heizkessels muss nach dem tatsächlichen Wärmebedarf ausgewählt werden. Angstzuschläge verschlechtern den Wirkungsgrad und helfen nicht Energie zu sparen. Häufig wurde die Nennwärmeleistung früher nicht berechnet sondern nur großzügig geschätzt.
  • Bei notwendig gewordenem Kesselaustausch sollte auch der Umstieg auf eventuell wirtschaftlichere Energieträger wie Biomasse geprüft werden.
  • Ist das Gebäude gut gedämmt und die Vorlauftemperaturen der Heizanlage entsprechend niedrig, sind die Voraussetzungen für den Einsatz einer Wärmepumpe gegeben.
  • Die ungedämmten Heizungsrohre wirken wie Heizkörper und verschleudern unnötig wertvolle Energie. Auch für Pumpen, Absperrventile usw. gibt es Formstücke zur Wärmedämmung.
  • Wird die Warmwasserbereitung durch eine Solaranlage unterstützt spart das Energie. Richtig geplante Anlagen liefern etwa 70 Prozent Wärme für die Warmwasserbereitung.
  • Die Nutzung der Solaranlage zur Heizungsunterstützung ist nicht immer wirtschaftlich. Der Erfolg hängt sehr stark von der Güte des gebäudlichen Wärmeschutzes und der Höhe der benötigten Vorlauftemperaturen im Heizkreislauf ab.
  • Die Dämmung der Kellerdecke, der Außenwände und im Dachbereich sowie die Güte der Fenster sollte so gewählt werden, dass nach Abschluss der Arbeiten der Wärmeschutz dem eines neuen Gebäudes (Niedrigenergiehaus) entspricht.
  • Alte undichte Fenster und Türen sollten repariert, besser ausgetauscht werden. Neue dicht schließende Fenster mit Wärmeschutzglas reduzieren die Wärmeverluste gegenüber den alten Teilen um mehr als 50 Prozent.
  • Durch die Einhaltung entsprechender Luftdichtheitswerte werden nicht nur die Energieverluste minimiert, sondern auch Schäden durch Feuchtigkeit in den Bauteilen vermieden.

Sollten Sie Lust auf mehr Information zum Energiesparen, Förderprogrammen und Energiesparberatung vor Ort verspüren, rufen Sie einfach an oder besuchen Sie uns im Internet. Bei der ENA gibt es ausführliches Infomaterial. Vereinbaren Sie einen persönlichen Beratungstermin in den Landratsämtern in Lauf oder Roth.



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