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Weiterer Schritt zu barrierefreiem Tourismus im Fränkischen Seenland


Im Fränkischen Seenland ist das ab sofort möglich: Sportliche Radler sollten sich nicht wundern, wenn sie demnächst von älteren Herrschaften auf dem Fahrrad überholt werden. Bei deren Zweirädern handelt es sich vermutlich um Pedelecs, Fahrräder mit Elektromotor-Unterstützung. Das Kunstwort Pedelec steht für „Pedal Electric Cycle“ und ist ein neuer Trend in der Tourismusbranche. Denn mit der Unterstützung des Elektromotors ist es auch für untrainierte Menschen möglich, längere Etappen bis zur nächsten Unterkunft oder Einkehrmöglichkeit zurückzulegen. Die maximale Reichweite eines Pedelec liegt bei 100 Kilometern, dann muss es an die Steckdose.

Blick vom Landhotel Zur Hopfenkönigin über den Brombachsee

Im Fränkischen Seenland will man mit der Vermietung der EBikes einen weiteren Schritt in Richtung barrierefreier Tourismus machen. Denn durch die elektronische Unterstützung können auch ältere Menschen und Personen mit leichten körperlichen Einschränkungen Fahrradfahren. Ab sofort stehen die Zweiräder mit elektronischer Trethilfe an den Mietstationen von San-aktiv-Tours und Zweirad Gruber zur Verfügung. Das dort angebotene Modell Hercules-Winora „Mionic“ ist mit einer Sieben-Gang-Nabenschaltung ausgestattet und schon ab 14 Euro pro Tag zu mieten.

Für die E-Bikes besteht keine Führerschein-, Nummernschild-, Versicherungs- oder Helmpflicht. Ist der Akku leer, kann er bequem herausgenommen und mit dem Ladegerät an jeder Steckdose aufgeladen werden. Wer vor der Unsportlichkeit eines solchen Gerätes zurückschreckt, kann beruhigt werden: Von alleine bewegt sich das Pedelec nämlich trotz elektrischer Hilfsfunktion nicht. Der Motor springt erst an, wenn der Radler in die Pedale tritt und verdoppelt dann die Wirkung der reinen Muskelkraft. Geschwindigkeiten bis zu 40 Stundenkilometern sind durchaus möglich, Anhöhen oder gar Bergstrecken lassen sich, wenn nicht schon bequem, so zumindest leichter meistern.

Weltweit sind Pedelecs mit 23 Millionen verkauften Exemplaren allein 2008 der große Renner. In Deutschland wurden im vergangenen Jahr nur 120 000 Stück abgesetzt. Das liegt vermutlich daran, dass der Kaufpreis mit durchschnittlich 1640 Euro vergleichsweise hoch liegt. Zum Vergleich: Die Anschaffung eines konventionellen Fahrrads liegt im Schnitt bei nur rund 400 Euro. Experten rechnen dennoch mit einem sprunghaften Verkaufsanstieg der E-Bikes.

Quelle: Hilpoltsteiner Kurier



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generiert am 10.09.2010 14:03:07 ­