
Für Hans-Dieter Niederprüm, Geschäftsführer des Tourismusverband Fränkisches Seenland, war es eine Premiere. Zum ersten Mal tauschte er sich mit 40 Kollegen aus dem Fränkischen Seenland aus. Ziel der Touristikergespräche (die vier bis sechs Mal pro Saison stattfinden) ist es, die einzelnen Regionen besser zu vernetzen und mehr über die Sehenswürdigkeiten und Aktionen der Nachbarn zu erfahren. Traditionell besichtigen die Teilnehmen darum vor dem eigentlichen Gespräch eine Sehenswürdigkeit – dieses Mal das Museum „Historischer Eisenhammer“ in Eckersmühlen im Landkreis Roth. Beim Gespräch im Landhotel Böhm in Rothaurach berichteten die Teilnehmer von ihren Erfahrungen. Auf der touristischen Sonnenseite stehen vor allem die Anlieger an Brombach- und Altmühlsee.
Seenahe Orte sind in der Hauptsaison so gut wie ausgebucht, so zum Beispiel Enderndorf, Muhr am See, Langlau oder Pfofeld. In Pleinfeld dagegen rollt der Regionaltourismus erst langsam an und auch die Anbieter in Spalt sind mäßig zufrieden. Das Problem: Die Urlauber erwarten immer mehr für ihr Geld. Auf dem Markt behaupten kann sich folglich nur, wer den Reisenden Qualität sowie ein Freizeitangebot bietet, das sich möglichst an eine bestimmte Zielgruppe richtet. So profitiert man im Fränkischen Seenland nach wie vor vom Rad- und Wandertourismus. Zusätzliche Besucher erhoffen sich die Touristiker durch Angebote für Senioren und Menschen die in der Mobilität eingeschränkt sind und im Seenland barrierefrei Urlaub machen können.
Als Anziehungspunkte haben sich zwischenzeitlich auch die künstlerische Sommerakademie in Merkendorf, die Burg Wernfels und die Festspiele in Muhr am See erwiesen. Auch bei Großveranstaltungen – wie dem Quelle Challenge in Roth – steigen die Besucherzahlen und das Medieninteresse an. Viele Busunternehmen bieten Fahrten speziell zu solchen Themenprogrammen an. Doch egal, wie gut die Betten in der Hauptsaison belegt sind: In der Nebensaison haben die meisten Vermieter zu kämpfen. Die Touristiker wollen darum verstärkt auf die Präsenz im Internet setzen und ihre Angebote intern und extern mittels eines E-Mail- Newsletter bekannt machen.
Quelle: Hilpoltsteiner Kurier
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