THEMENWANDERWEGE

Jakobsweg von Nürnberg nach Oettingen


Über mittelalterliche Handelswege führt diese Strecke die Pilger vorbei an den Burgen und am römischen Limes an die Wiege des fränkischen Christentums.

Die Wanderung startet in Nürnberg in der Kirche St. Jakob mit der eindrucksvollen gotischen Jakobsstatue. Dann lassen die Wanderer die Stadt hinter sich und folgen ein Stück dem Ufer des Ludwigskanals, dem Vorläufer des Main-Donau-Kanals. So gelangen sie zur Stadtkirche Schwabach mit dem „Veit-Stoß“-Altar.

Auf mittelalterlichen Handelsstraßen, deren Hohlwege noch heute an die damals frequentierten Routen erinnern, treten hinter Unterreichenbach und Schwabach die Wanderer in die Fußstapfen alter Pilger. Der „Mildacher Steig“ wurde bereits um 800 urkundlich erwähnt. Er leitet die Wanderer von Kammerstein nach Mildach und von dort weiter nach Abenberg, wo die über 1000 Jahre alte Burg besichtigt werden kann. Sie beinhaltet die beiden Museen „Haus fränkischer Geschichte“ und das Klöppelmuseum. Ein weiterer beliebter Treffpunkt für die Pilger ist die Stadtpfarrkirche St. Jakobus.

Weiter geht es nach Dürrenmungenau, wo neben dem beeindruckenden Wasserschloss auch eine weitere Jakobskirche zu finden ist. Anschließend lädt die Pflugsmühle mit ihrem Biergarten an der Rezat, vor allem im Sommer, zum Zwischenstopp ein. Nachdem bei fränkischen Spezialitäten Kraft getankt wurde, haben die Wanderer wieder Energie für den Aufstieg nach Wernfels mit seiner mittelalterlichen Höhenburg. Nach einem kurzen Abstieg geht es zurück aufs Hochplateau und durch die Obstgärten nach Kalbensteinberg. Zur Kirschblüte spaziert man hier durch ein duftendes Blütenmeer.

Auch Kalbensteinberg liegt an der alten Handelsroute. Bei Frickenfelden befindet man sich auf der Flur „Judenbrunnen“. Durch Auwälder gelangen die Wanderer nach Gunzenhausen. Hier erwartet sie der Altmühlsee mit seinen Badestränden und dem Naturschutzgebiet „Vogelinsel“. Die Stadt ist auch bekannt für ihre Bratwürste.

Von Gunzenhausen geht es weiter nach Gnotzheim auf die Ausläufer des Hahnenkamms zu. Auf einer Bergnase des Mittelgebirges liegt das Schloss Spielberg wo, eine herrliche Aussicht auf die Wanderer wartet. Durch einen Laubwald geht es nach Heidenheim, wo der angelsächsische Missionar Wunibald in dem von ihm gegründeten Kloster seine Ruhestätte hat.

Das nächste Zwischenziel lautet Hohentrüdingen, wo ein wuchtiger Turm noch an die Staufenburg, auf der der Minnesänger Wolfram von Eschenbach zu Gast war, erinnert. Nach einem kurzen Aufstieg führt der Weg in die ehemalige Residenzstadt Oettingen und ihre Jakobskirche.

Wer die Pilgerreise fortsetzen möchte, folgt dem Jakobsweg weiter über Nördlingen in Richtung Ulm.

 

GPS-Daten:

>> Ansicht des Jakobusweges auf Google-Earth

>> Plandaten für GPS-Geräte (Bitte mit der rechten Maustaste anklicken und "Ziel speichern unter" auswählen.)
 

Weitere Informationen und eine Wegbeschreibung mit Karte erhalten Sie im dazugehörigen Flyer "Pilgerwanderwege im Fränkischen Seenland".

 

 

Bildquelle: Tourismusverband Fränkisches Seenland / Andreas Hub



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