Sie sind hier:» Home» LEBEN & ARBEITEN» Wirtschaft
AKTUELLES

„Bio verzeiht weniger Fehler“


Die dritte Betriebsbesichtigung im Rahmen der Bio-Woche des Landkreises Roth führte in die Hilpoltsteiner Gärtnerei Altmann, welche bis zur vollständigen Umstellung auf biologischen Betrieb noch einige Hürden zu überqueren hat.

Bereits 1953 gründete die Familie Altmann das Unternehmen in Hilpoltstein. Heute sind Horst und Anneliese Altmann mit Sohn Markus für die Gärtnerei mit Floristikfachgeschäft verantwortlich. Neben dem Siegel „Premium Gärtnerei“ ist der Betrieb auch bei den „Regionalgärtnern“ Mitglied, die im Einkauf besonders auf Regionalität achten.

Die Familie Altmann produziert ca. 16.000 Pflanzen selbst und ersetzt dabei chemische Pflanzenschutzmittel und Dünger schrittweise mit biologischen. „Aus Freude an der Natur“ will Betriebsnachfolger Markus Altmann in wenigen Jahren komplett auf Bio setzen. Bis dahin hofft er allerdings noch auf viele neue Impulse aus der Forschung, denn nicht für alle Eventualitäten gibt es erprobte Bio-Mittel, die tatsächlich wirken. „Blumen sollen optisch schön aussehen, bei Bio-Gemüse stört das Äußerliche weniger“, sagt der Juniorchef

Kein Schutzanzug mehr nötig

Dank verschiedener Nützlinge an den Pflanzen kann Markus Altmann in der Gärtnerei auf einen Schutzanzug, den er sonst beim Spritzen gegen Schädlinge tragen müsste, verzichten. Doch die Nützlinge brauchen gewisse Bedingungen, um überhaupt „arbeiten“ zu können. So müssen beispielsweise Temperatur und Luftfeuchtigkeit stimmen. Ist es zu kalt, werden die Nützlinge nicht aktiv.

Erde und verschiedene Dünger bezieht der Betrieb vorrangig bio-zertifiziert. Darunter findet sich beispielsweise Schafwolle, welche als Langzeitdünger verwendet werden kann. Die Forschungsanstalten in Weihenstephan führen Versuche durch und empfehlen immer wieder neue Kulturmaßnahmen. Auch die Landesanstalt in Veitshöchheim hält regelmäßige Vorträge. „Fakt ist, dass Pflanzen heutzutage anfälliger sind für Krankheiten - stetige Weiterbildung ist daher unerlässlich!“, sagt Altmann.

Auch Judith Hock-Klemm von der Öko-Modellregion Nürnberg, Nürnberger Land Roth kennt die Schwierigkeiten einer biologischen Gärtnerei: „Es erfordert viel Erfahrung und fachkundige Beratung, um Blumen und Pflanzen optisch schön und gleichzeitig biologisch zertifiziert anzubauen.“ Die Öko-Modellregion und das Regionalmanagement des Landkreises Roth stehen allen Betrieben für Fragen zur Umstellung sowie zur EG-Öko-Verordnung zur Verfügung.

Weitere Informationen unter www.bio.lraroth.de.

 

 

 

Wort-Bildmarke Regionalmanagement gross



Weitere Informationen und Material zum Thema finden Sie auf der rechten Navigationsleiste.


« zurück
Link zu contentXXL
©Landratsamt Roth 2017
generiert am 22.11.2017 10:14:17 ­