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Mit Geduld Erfolgsgeschichte geschrieben


„Wir haben Geduld bewiesen, keine Pleite hingelegt; und durch die Arbeit der ENA, der ersten unabhängigen kommunalen Energieberatungsagentur in ganz Bayern, haben seit 20 Jahren Luft, Gesellschaft, und Geldbeutel profitiert“. Auf eine „Erfolgsgeschichte“, für die anfangs viele Widerstände überwunden werden mussten, blickte Landrat Herbert Eckstein bei der Jubiläumsfeier zum 20-jährigen Bestehen der Landkreis-Energieagentur zurück.

20 Jahre ENAFür die „Geburtstagsfeier“ in der Hilpoltsteiner Schreinerei Brandl kehrten Wegbereiter, Unterstützer und Kunden der ENA „fast zu den Wurzeln zurück“, wie es der Moderator des Abends, Landrat Eckstein, ausdrückte. Der Handwerksbetrieb war vor zwei Jahrzehnten der erste gewerbliche Kunde der damals bayernweit erst- und einmaligen kommunalen Energie-Agentur. Erster Privatkunde im Gründungsjahr 1995 war Helmut Harrer vom Federhof.

Bewegte Anfangszeiten

Gemeinsam mit Eckstein blickten die Männer der ersten Stunde auf bewegte Anfangszeiten zurück. Wie beispielsweise der erste technische Leiter, Erwin Schilling. In Anerkennung seiner „Pionier- und Netzwerkarbeit“ überreichte Eckstein an Schilling eine ihm nachempfundene Skulpturm, den „Energie-Schorschla“.

Auch Kunden der vergangenen beiden Jahre kamen zu  Wort. Gerd Weikelmann aus Roth, Waldemar Schneider aus Lohen, Birgit Trump und Peter Kanzler aus Büchenbach waren sich einig: Beratung und Betreuung der ENA waren "absolut positiv".

Alles hatte im Jahr 1994 begonnen. Michael Stöhr und Peter Zogg standen im Namen der Kreisgruppe des Bund Naturschutz im Dialog mit Landrat Eckstein mit Blick auf die Einrichtung einer unabhängigen Energieberatungsstelle. Auch Erwin Schilling, damals noch bei der EWAG Nürnberg angestellt, war bereits mit von der Partie.

Ende November 1994 konnte Eckstein im Kreistag eine Mehrheit dafür gewinnen, ab 1995 als Landkreis die bayernweit erste „neutrale, unabhängige und praxisnahe“ Energie-Agentur zu installieren und in Betrieb zu nehmen. Erster technischer Leiter war Erwin Schilling. Mit einer Arbeitszeit von acht Stunden pro Woche.

„Riesending abgearbeitet“

Die Erinnerungen von Schilling an seine Anfangszeit sind zwiespältig. „Ich habe mich damals wie eine Zielscheibe der Politik gefühlt – ich bin von vielen Seiten beschossen worden“, blickte der Energieberater im Ruhestand zurück. Dennoch „haben wir mit geringem personellen Aufwand ein Riesending abgearbeitet.“

Seit 2009 ist Dieter Tausch der technische Leiter der ENA, eineinhalb Jahre später kam als weiterer Berater der Architekt Josef Gruner hinzu. Die externen Mitarbeiter Roland Nachtmann mit Schwerpunkt Berechnung von Energieausweisen und Energiesparberatung vor Ort, Helmut Neuweg, der als Referent an Schulen unterwegs ist, sowie von Seiten des Landratsamtes aus dem Bereich „Wirtschaftsförderung“ gehören GmbH-Geschäftsführer Thomas Pichl und Jürgen Tibursky (Rechnungswesen) dem Team von heute an.

Pessimistische Prognosen trafen nicht ein

Die harten Auseinandersetzungen, gerade in der Anfangszeit, bestätigte Eckstein und zitierte aus „wilden Sitzungsprotokollen“ und Presseartikeln, in denen das baldige Ende der noch jungen Idee vorhergesagt wurde.

„Das waren die Zeiten, als man als Energiesparer noch belächelt wurde, denn die Energiepreise waren damals im Keller“, so Eckstein. „Nicht alle haben damals Hosianna geschrien“, fasste er den lautstarken Protest in Zusammenhang mit der ENA-Gründung zusammen.

Umso mehr sei er stolz, dass die Agentur trotz aller Widerstände weitergeführt wurde und sich in 20 Jahren zu einer Erfolgsgeschichte gewandelt habe mit einem Leistungsspektrum, das permanent weiterentwickelt wurde.                              

 

zum Foto: Die Männer der ersten Stunde können sich heute über eine 20-jährige Erfolgsgeschichte der bayernweit ersten unabhängigen Energie-Agentur, der ENA des Landkreises,  freuen. Landrat Herbert Eckstein (Mi.) aber musste auf politischer Ebene über Jahre hinweg harte Kämpfe durchfechten, um die ENA auf Dauer etablieren zu können. Er hatte damals einen Impuls aufgenommen, der mit dem Bund Naturschutz und dessen Kreisvorsitzendem Michael Stöhr (re.) aus den Reihen der Naturschützer gegeben worden war. Erster technischer ENA-Leiter war Erwin Schilling (li.).             Foto: lra

 

Die folgenden Grafiken stellen dar, warum die Unabhängige EnergieAgentur des Landkreises auch nach 20 Jahren nichts von ihrer Aktualität verloren hat. Denn nicht etwa für die Stromversorgung oder um mobil unterwegs zu sein, wird am meisten Energie verbraucht; sondern rund die Hälfte des gesamten Energieverbrauchs im Landkreis Roth geht auf das Konto der Wärmeversorgung, vor allem in privaten Haushalten. Das bedeutet: Viel Einsparungspotenzial ist noch immer ungenutzt. Wer das als Eigenheimbesitzer ändern will, ist bei der ENA an der richtigen Adresse.  Unabhängig, umfassend und unbürokratisch beraten ist die Devise, an der sich auch in zwei Jahrzehnten nichts geändert hat.                                                 Grafikquelle: Landkreis-Klimaschutzkonzept 2013

 

 

 



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generiert am 17.11.2017 21:56:33 ­