KOMMUNALE UNTERNEHMEN

Biomasseheizwerke Roth


Der Landkreis Roth ist eine der waldreichsten Gebietskörperschaften in Mittelfranken. Mit rund 39.900 ha Wald, das sind ca. 44 % der Gesamtfläche, bietet der Landkreis Roth ein umfangreiches Holzpotential. Basierend auf diesem Waldreichtum lag es nahe, die Biomasse „Holz“ als Energieträger für die Wärmeversorgung von Landkreiseinrichtungen in Roth zu verwenden.

 Aus diesem Grund wurde im Jahr 2001 die BiomasseEnergieGesellschaft Roth mbH & Co.KG aus der Taufe gehoben, um die geplanten Heizwerke „Am Weinberg“ und „Schulzentrum“ zu errichten und zu betreiben.Grundsteinlegung 19.06.2002

Die Betreibergesellschaft setzt sich aus folgenden Kommanditisten zusammen:
Landkreis Roth, Forstbetriebsgemeinschaften Allersberg, Heideck und Schwabach sowie die Waldbauern Hans Feuerstein, Roth, Dieter Rohm, Roth-Hofstetten, und Helmut Katheder, Büchenbach-Aurau.
Für die Geschäftsführung der KG wurde die BiomasseVerwaltungsGmbH gegründet.

Die umwelt- und wirtschaftspolitische Tragweite dieser beiden Projekte war entscheidend für den damaligen einstimmigen Beschluss des Kreistages und der Unterstützung durch die hiesigen Waldbauern: So dient die Entnahme von Schwachholz auch der Waldpflege. Der Einsatz von Holzhackschnitzel für die beiden Heizwerke bringt den Forstwirten eine zusätzliche Wertschöpfung und damit eine allgemeine Stärkung der heimischen Wirtschaft.

Weiterhin ist der Beitrag zum Klimaschutz und zur Ressourcenschonung unverkennbar. Die Verwertung der heimischen Hölzer wirkt sich positiv auf den Klimaschutz aus. Der Kohlendioxidkreislauf ist bei der energetischen Verwertung von Holz nahezu geschlossen, da bei der Verbrennung von Holzhackschnitzeln nur soviel CO² freigesetzt wird, wie beim Wachstum aus der Umwelt aufgenommen wurde. Angesichts der immer knapper werdenden fossilen Brennstoffe und der Treibhausproblematik wird die energetische Nutzung von Biomasse immer bedeutsamer.

Für die beiden Heizwerke wurde folgender Kostenplan aufgestellt:

 

Finanzierung Betrag in Euro
Eigenmittel/Kommanditisten

rund 350.000

Anschlusskostenbeiträge 

 rund 520.000

Staatl. Förderung

 rund 1,0 Mio.

Fremdfinanzierung

  rund 1,4 Mio.

   
 Gesamtinvestition

 rund 3,3 Mio.

 

Heizwerk Weinberg


 

 

 

 

 

 

 

 

Chronologie der Inbetriebnahme:

  • 15. Januar 2003:               Inbetriebnahme des Heizwerkes „Am Weinberg“ 
                                           beheizt werden:  LRA, 3 Reihenhäuser, 
                                           Schwesternwohnheim, BRK-Kreisgeschäftsstelle
     
  • seit Mitte Februar 2003:     Kreisklinik Roth
     
  • 14. März 2003:                  Inbetriebnahme des Heizwerkes „Schulzentrum“Logo Biomasse Heizwerke Roth
                                           beheizt werden: Berufsschule, Förderschule mit SVE-Bereich, 
                                           Realschule und Gymnasium (ab Mai 2003)
       
  • seit Oktober 2003:            Sparkasse-Servicecenter, Westring, Roth
     
  • seit November 2003:         Gesundheitszentrum I    der Kreisklinik Roth
  • seit November 2010:         Gesundheitszentrum II   der Kreisklinik Roth


Technische Daten

Heizwerk „Am Weinberg“

                                                    

Technische Daten Leistung/Länge
Leistung des Biomassekessels  

1000 kW

Leistung des Spitzenlastkessels (Öl)

 1200 kW

Länge des Nahwärmenetzes  

 1050 Meter

Wärmebedarf für

Kreisklinik Roth, Landratsamt Roth, Gesundheitszentrum I, Gesundheitszentrum II,  Sparkasse Service-Center, Schwesternwohnheim, BRK-Kreisverband, KJR Roth, Staatl. Schulamt, Bayer. Bauernverband

Gesamt:  2425 kW

Bunkerbefüllung
Heizwerk „Schulzentrum“  

 

Technische Daten Leistung/Länge
Leistung des Biomassekessels  

1200 kW

Leistung des Spitzenlastkessels (Öl)

 3000 kW

Länge des Nahwärmenetzes

 950 Meter

Wärmebedarf für

Gymnasium, Realschule, Förderzentrum , Förderzentrum Sprachheilschule, Berufsschule 

Gesamt:  2705 kW


Seit der Inbetriebnahme der beiden Heizwerke wurden bereits 30.206 Tonnen an heimischen Holzhackschnitzeln verfeuert, was einer Energiemenge von rund 90.618 Mwh entspricht. Damit könnte man im gleichen Zeitraum rund 697 Einfamilienhäuser beheizen.
Noch deutlicher wird der ökologische Aspekt, durch die Tatsache, dass mit diesem heimischen Energieträger über 9 Millionen Liter Heizöl eingespart werden konnte und darüber hinaus eine CO² Einsparung von rund 24.730 Tonnen ermöglicht wurde.
 



Weitere Informationen und Material zum Thema finden Sie auf der rechten Navigationsleiste.


« zurück
Link zu contentXXL
©Landratsamt Roth 2017
generiert am 19.11.2017 05:36:00 ­