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Breitbandinitiative im Landkreis Roth

Das Thema „Flächendeckende Breitbandversorgung“ ist schon seit längerer Zeit Gesprächsthema und insbesondere für den ländlichen Raum von Bedeutung. Zwar sind nach Auskunft des größten DSL-Anbieters Deutsche Telekom Anschlussmöglichkeiten für 96 % in Bayern verfügbar, aber in den ländlichen Regionen sind ganze Ortschaften bzw. Ortsteile unversorgt. So auch im Landkreis Roth.

Aktuell wird bald der Freistaat Bayern eine finanzielle Förderung des Ausbaues einer breitbandigen Infrastruktur umsetzen, damit baldmöglichst eine flächendeckende Breitbandversorgung vorangetrieben und vorhandene Lücken, insbesondere im ländlichen Raum, geschlossen werden können.

Aus diesem aktuellen Anlass hat die Wirtschaftsförderung die Bürgermeister und Vertreter aller kreisangehörigen Gemeinden zu einer Informationsveranstaltung ins Landratsamt eingeladen. Landrat Herbert Eckstein konnte hierzu kompetente Fachleute begrüßen, so den Leiter des Verbindungsbüros Bayern/Thüringen von Telekom, Dr. Hans-Martin Rummenhohl, sowie seine Mitarbeiter Lorenz Bögle und Hans Jacob.

Zum aktuellen Sachstand der Breitbandförderung informierte Heinrich Albrecht von der Regierung von Mittelfranken. Die Situation, insbesondere der heimischen Wirtschaft, beleuchtete Dipl. Ing. Knut Harmsen von der IHK Nürnberg. Die Vertreter von Telekom schilderten zunächst die derzeitige DSL-Abdeckung in Bayern, die sich ihrer Meinung nach sehr gut darstellt, verhehlen jedoch nicht, dass es noch genügend weiße Flecken gebe. Das Problem der physikalisch begrenzten Reichweite wurde im Vortrag sichtbar. Aufgezeigt wurden Lösungen, wie eine DSL- Versorgung aussehen könnte. Hans Jacob, der für die Kommunen in Nordbayern und damit auch für den Landkreis Roth zuständige Mitarbeiter der Telekom, ging konkret auf die Situation im Landkreis Roth ein. Er erläuterte dabei die mögliche Versorgung mit dem sog. Outdoor-DSLAM, ging auf Kooperationen mit Gemeinden ein und informierte über Produktalternativen zum Breitband. Regierungsdirekter Heinrich Albrecht informierte die Gemeindevertreter über die jüngsten Entwicklungen zum Thema Breitbandförderung durch den Freistaat, schilderte die Eckpunkte der Breitband – Förderrichtlinie sowie die Organisation und den Vollzug.

Knut Harmsen von der IHK Nürnberg schließlich legte den Schwerpunkt seiner Aussagen auf die Bedürfnisse der heimischen Wirtschaft. Seiner Meinung nach lassen sich Gewerbegebiete ohne Breitbandanschluss schlechter vermarkten. Die Erfahrungen in der Region belegen dies. Er informierte über die bestehenden Technologien und ging auf die möglichen Alternativen ein. In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass gerade in den ländlichen Bereichen des Landkreises erhebliche Defizite festzustellen sind. Aber alle Gemeinden seien gewillt, möglichst zeitnah, vernünftige technische, aber auch finanzierbare Lösungen für ihre Bürger und Unternehmen anzubieten.

Abschließend wurde vereinbart, dass das Landratsamt – Wirtschaftsförderung, weiter als zentrale Informationsstelle und als Verbindungsglied zwischen den Gemeinden, der Regierung und den Anbietern fungieren soll



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