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Hitze im Sommer - Wohlbefinden steigern - Kosten sparen


Insbesondere dann, wenn die Wohnräume und Büros aufgeheizt ja „überhitzt“ und nicht einmal mehr in der Nacht abkühlen. Das sind die Zeiträume in denen sich viele Menschen unwohl fühlen und die Sommerwärme als lästig empfinden. Mit relativ einfachen Mitteln kann oftmals dafür gesorgt werden, dass das Raumklima auch ohne Klimaanlage angenehm und erträglich bleibt. Die Berater der unabhängigen EnergieBeratungsAgentur des Landkreises Roth, kurz ENA-Roth, geben Tipps und Tricks zum Wohlfühlen und Energiesparen im Sommer!

Angenehmes Wohnraumklima sichern

  • Zu viel Sonnenwärme in unseren Wohn- und Schlafräumen kann sehr unangenehm werden. Der Schutz der Räume vor übermäßigen Wärmeeintrag kann z.B. sehr wirkungsvoll durch die Nutzung von Rollläden und Sonnenschutzeinrichtungen, bereits ab den frühen Morgenstunden, erfolgen. Die Wärme die nicht im Wohnraum ankommt, erwärmt auch nicht die Wohnräume und Büros und muss aufgrund dessen nicht durch Klimaanlagen gekühlt werden.
    Tipp: Am besten ausliegende Sonnenschutzeinrichtungen nutzen!
  • Dachflächenfenster sollten unbedingt mit ausliegenden Sonnenschutz verschattet werden. Über einen Quadratmeter Dachflächenfenster kann je nach Sonneneinstrahlung ein Energieeintrag von bis zu 800 Watt pro Sonnenstunde in die Räume erfolgen. Wärme pur!!
  • Lüftung in der Nacht: Die natürliche Nachtkühle nutzen! Das heißt die Fenster und Türen über Tags und am frühen Abend möglichst geschlossen halten und erst ab dem Zeitpunkt öffnen ab dem die "Nachtkühle" einsetzt.
    Und morgens die Fenster schließen, sobald die Sonne die Umgebungsluft wieder erwärmt.
  • Keine Klimaanlage! Sollte Schlafräume in den Sommermonaten trotz aller Schutzmaßnahmen dennoch zu warm werden, gibt es unter Umständen die Möglichkeit die Schlafräume in kühlere Bereiche der Wohnung oder des Hauses verlegen, z.B. an die Nordseite oder in das Untergeschoß bzw. Kellerräume.

 

In den Sommermonaten werden die Keller feucht

  • In den Sommermonaten enthält die Luft wesentlich mehr Feuchtigkeit als in den Wintermonaten. Die Sommerluft ist daher nicht geeignet Kellerräume trocken zu lüften.
    Im Gegenteil, die Kellerräume werden durch warme Sommerluft feucht und es kann schlimmstenfalls sogar zu Schimmelbildung an den Wänden kommen. Das heißt in den Sommermonaten die Kellerfenster tagsüber geschlossen halten und falls notwendig, in den Nächten oder in den frühen Morgenstunden die Kellerräume lüften.

 

Stromsparen im Sommer

  • Kühl- und Gefrierschränke: Die Temperatur auf den jeweiligen Bedarf einstellen. Wichtig nicht zu kühl - jedes Grad kühlere Temperatur benötigt ca. 6 % mehr Strom und belastet den Geldbeutel.
  • Türen, Klappen oder Schubkästen an den Kühl- und Gefrierschränken möglichst kurzzeitig Öffnen! Speisen raus und sofort wieder schließen! Jede Sekunde zählt!   
  • Eis- und Tauwasserbildung in den Kühlschränken: Durch die warme Sommerluft, mit hoher Luftfeuchtigkeit, kann sich vor allem in den Sommermonaten verstärkt Eis und Tauwasser in den Geräten bilden! Regelmäßig abtauen bzw. abtrocknen und reinigen spart Strom und Geld.
  • Warme Speisen und Getränke zunächst an der Umgebungsluft abkühlen lassen. Nur auf Raumtemperatur temperierte Produkte in den Kühl- oder Gefrierschrank legen!
  • Kühlschrank voll: Achten Sie darauf, dass die Kühl- und Gefrierschränke möglichst gut mit Produkten gefüllt sind. Dadurch erwärmt sich der Rauminhalt der Geräte beim Öffnen der Türe bei weiten nicht so schnell. Die kühlen Produkte helfen durch ihre Speichermasse ohne Strom den Rauminhalt im Kühl- und Gefrierschrank wieder zu kühlen.

         

 

Steuerung der Heizungsanlage im Sommer:

  • Warmwassererzeugung: Die Steuerung am Heizkessel auf Sommerbetrieb oder auf "nur mehr Erwärmung" des notwendigen Brauchwassers stellen, dies verhindert, dass sich Heizkessel unnötig aufheizt.
  • Warmwasserverteilung: Bei Zirkulationsleitungen sollten die zeitgesteuerten Zirkulationspumpen auf die Zeitfenster im Sommer umgestellt werden in denen auch tatsächlich Warmwasser benötigt wird.
  • Warmwassertemperatur: Oftmals wird in den Sommermonaten nicht so heißes Wasser wie in den Wintermonaten benötigt. Gegebenenfalls die Temperatur des Warmwassers an der Heizkesselsteuerung etwas reduziert. Dies gilt auch für Kleinspeicher und Durchlauferhitzer an Waschbecken.
  • Verteilung der Heizwärme: Die Heizkreisverteilungspumpen ggf. manuell abschalten (Falls keine automatische Steuerung an dem Heizkessel vorhanden ist). Dies spart Strom und Geld!

 

Warmwasserverbrauch zum Duschen und Händewaschen

  • Die Nutzung einer Gartendusche oder eines Wasserhahns mit Wasserspeicher, der von der Sonne erwärmt wurde, kann ein angenehmes Lebensgefühl erzeugen und spart Kosten und Energie!

 

Wäsche trocknen im Sommer

  • Die Wäsche im Sommer im Garten oder auf dem Balkon aufgehängt und nicht den Wäschetrockner genutzt, das spart bares Geld und Strom!

 

 

Haben Sie weitere Fragen, oder benötigen Sie Hinweise zum energieeffizienten Bauen und Sanieren – die Berater der ENA-Roth im Landratsamt Roth stehen Ihnen gerne zur Verfügung. Tel 09171-814000



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generiert am 17.08.2017 03:54:20 ­