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Energetische Sanierung eines Zweifamilienhauses zum KfW-Effizienzhaus 115 in Abenberg


Zur Feststellung des energetischen Ist-Zustands, des im Jahr 1951 errichteten und 1976 aufgestockten Wohngebäudes, wurde zunächst eine vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) geförderte Vor-Ort-Beratung durchgeführt.

Die detaillierte Untersuchung ergab, dass eine Gesamtsanierung in einem Zug effektiv und sinnvoll ist.
Mit dieser Zielvorgabe konnten die Sanierungsmaßnahmen baulich optimal aufeinander abgestimmt und die Investitionskosten für das Gesamtpaket der empfohlenen Maßnahmen so gering wie möglich gehalten werden. Förderprogramme konnten dabei optimal ausgenutzt werden.

                             Zweifamilienhaus vor der Sanierung                                                                   Zweifamilienhaus nach der Sanierung als KfW Effizienzhaus 115

Energetische Sanierung EFH Abenberg vorher 2016Energetische Sanierung EFH Abenberg nachher

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Folgende Maßnahmen wurden zur Erreichung des Ziels „KfW-Effizienzhaus 115“ ausgeführt:

  • Wärmedämmung der Außenwände, der Dachfläche, der Kellerdecke und der Kellerinnenwände im Treppenhaus, Abtrennung des Treppenhauses vom unbeheizten Keller und Wärmedämmung der Kelleraußenwände gegen Erdreich im Zuge der sowieso erforderlichen Feuchtesanierung
  • Austausch der noch nicht erneuerten Fenster und der Haustür
  • Ersatz der energetisch schlechten Rollladenkästen durch Vorbaurollläden in Dämmungsebene
  • Ausbau des alten Ölheizkessels, Einbau eines Pelletheizkessels mit Solaranlage zur Warmwasser¬bereitung und Heizungsunterstützung sowie Sanierung der Heizungs¬anlage
  • Einbau einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Die Lüftungskanäle wurden unter dem Wärmedämmverbundsystem in der Außenwand verlegt, um die Eingriffe in den bewohnten Bereich so gering wie  möglich zu halten

Die Maßnahme wurde mit zinsgünstigen Krediten aus dem KfW-Förderprogramm 151 finanziert. Das Erreichen der Effizienzhausklasse wurde mit einem zusätzlichen Tilgungszuschuss belohnt. Die Installation des Biomassekessels und der thermischen Solaranlage wurde mit Mitteln des BAFA durch attraktive Investitionszuschüsse gefördert.
Diese Leistungen wurden von der KfW im Programm 431 gefördert.

Im Zuge der Sanierung wurde auch die Fragestellung nach der ökologischen Sinnhaftigkeit der Fassadendämmung geklärt. Während zur Herstellung einer 16 cm starken Polystyrol-Hartschaum-Dämmung ca. 8 Liter Erdöl verbraucht werden, beträgt die theoretische Einsparung durch die Maßnahme 4,3 l Heizöl pro Quadratmeter Fassadenfläche. Der Verbrauch an Erdöl für die Dämmstoffherstellung, so Achim Kretschmer, wäre damit nach weniger als zwei Jahren kompensiert.

 

Die Vorteile der energetischen Sanierung sind beeindruckend:

 

Gesamtbewertung EFH Abenberg Bilanz

 

  • Energiekosteneinsparung um über 70 %
  • Primärenergieeinsparung und Reduzierung der CO2-Emmisionen um über 90 %
  • Langfristige Absicherung des Lebensstandards durch überschaubare Heiz¬kosten
  • Kostensicherheit durch geringere Abhängigkeit von Energiepreisschwankungen
  • Steigerung des Wohnkomforts und höhere Behaglichkeit durch Vermeidung von Zugerscheinungen, höhere Oberflächentemperaturen, bessere Temperatur¬verteilung im Raum, Vermeidung von Fußkälte und verbesserten sommerlichen Wärmeschutz
  • Verbesserter Schallschutz durch neue Fenster und Wärmedämmung
  • Geringere Gefahr von Schimmelpilzbildung durch höhere Oberflächen¬temperaturen
  • Wertsicherung des Gebäudes durch Umwandlung von Energiekosten in Investitionen
  • Ästhetische Aufwertung des Gebäudes

 

 



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generiert am 24.10.2017 02:32:45 ­