ARCHIV KREISENTWICKLUNG LANDKREIS ROTH

Die Schulbank gegen die Werkbank eingetauscht - Ergänzung zur Berufsmesse: Schüler des Sonderpädagogischen Förderzentrums auf informativer Berufetour


ROTH — Über die Berufswelt zu reden, ist eine Sache. Sie „live“ zu erleben, eine ganz andere. Das erfuhren die Schüler des Sonderpädagogischen Förderzentrums (SFZ), die an einem bisher einmaligen Projekt der Schule, in Kooperation mit dem Zukunftscoach des Landkreises, Stefan Forster, teilnahmen.

Unter dem Motto „SFZ on tour“ sollten Jugendliche und potenzielle Ausbildungsbetriebe einander näher gebracht werden, um so Hemmschwellen abzubauen und den jungen Leuten einen besseren Übergang von der Schule in den Beruf zu ermöglichen.

Das Projektteam mit Jutta Wilfert, Konrektorin des Förderzentrums Roth, und Stefan Forster, Zukunftscoach des Landkreises Roth, organisierte die Tour mit Unterstützung von vier SFZ-Lehrerinnen. Dazu waren im Vorfeld die Interessen der Schüler abgefragt worden, um entsprechende Betriebe für „passgenaue“ Tagespraktika zu akquirieren.

Am Aktionstag selbst wurden die 28 Schüler der beiden achten Klassen in vier Kleingruppen zu den teilnehmenden Betrieben gefahren, die sich auf ihre „Schnupperlehrlinge“ gut eingestellt hatten.

Sieben Firmen aus dem Landkreis Roth waren mit von der Partie: Awo Soziales Kompetenz-Zentrum, Carl Schlenk, Fath, Auhof-Gärtnerei, Maas & Roos, Mangelberger Elektrotechnik und Sodexo Services. Hier durften die Jugendlichen jeweils in zwei verschiedene Berufsfelder, angepasst an ihre Leistungsfähigkeit, hineinschnuppern; dabei lernten sie beispielsweise Berufe kennen wie Altenpflegehelfer, Fachkraft für Metalltechnik, Beikoch, Maschinen- und Anlagenführer, Fachlagerist oder Werker im Gartenbau.

Bei der Nachbesprechung äußerten sich die Jugendlichen rundum positiv über den Projekttag und speziell über die praktischen Schnupperstunden.
Die Schüler hatten beispielsweise an der Werkbank und im Lager mitarbeiten, Pizza backen oder an einer Reinigungsmaschine und einem Badewannenlifter Hand anlegen dürfen. Die Betriebe hätten sich „viel Mühe“ gegeben und zudem hätten sie selbst „jede Menge gelernt“.

„Als gute und sinnvolle Ergänzung zu Berufsmessen“, bezeichnet Jutta Wilfert die Aktion „SFZ on tour“, „denn unsere Schüler bekommen einen realistischen Einblick in verschiedene Ausbildungsberufe, die für sie in Frage kommen.“

Auch im nächsten Jahr

Ebenso positiv die Bilanz von Stefan Forster: „Die Berufetour stellt eine klare Win-Win-Situation dar. Die Schüler sehen, welche Berufe und Betriebe sie bei uns im Landkreis interessieren könnten; die Unternehmen wiederum haben die Gelegenheit, früh Verbindungen zu potenziellen Azubis zu knüpfen.“.

Auch wenn die Jugendlichen sich nicht gleich für einen Ausbildungsweg entscheiden konnten. Eines steht schon jetzt fest: Wegen der ausgesprochen positiven Erfahrungen, die auch die teilnehmenden Betriebe machten, soll die Aktion im nächsten Jahr wieder angeboten werden.

 

Quelle: RHV, 17. April 2014, S. 29



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