ARCHIV KREISENTWICKLUNG LANDKREIS ROTH

Startschuss für Kommunales EnergieEntwicklungsKonzept im Landkreis Roth


Wie weit setzen die Gemeinden im Landkreis Roth bereits auf erneuerbare Energien? Wo gibt es noch Entwicklungsmöglichkeiten und wie könnten diese umgesetzt werden? Auf diese und viele andere Fragen will das neue kommunale EnergieEntwicklungsKonzept des Landkreises (KEEK) Antworten liefern. Der Startschuss für diese Initiative fiel Anfang Juni.

Zur Auftaktveranstaltung waren über 50 Vertreter aus Verwaltung, Wirtschaft, Handwerk, Bankwesen, Energieversorgung, Land- und Forstwirtschaft sowie Politik und Regionalinitiativen gekommen. Kreis-Regionalmanager Andreas Scharrer informierte sie über den organisatorischen und zeitlichen Ablauf sowie über die inhaltliche Ausgestaltung und die Erhebungsmethoden des KEEK.

Auftaktveranstaltung KommunalesEnergieEntwicklungsKonzept Landkreis Roth

Landrat Herbert Eckstein wies in seiner Begrüßung der Anwesenden darauf hin, dass das Thema Energie gerade das „maximale Thema“ sei; das aber auch Gefahr laufe, zu „überhitzen“. Deshalb sei es umso wichtiger, an die Energiefragen „sachlich und ergebnisoffen“ heran zu gehen. Dies sei das Ziel des EnergieEntwicklungsKonzeptes – nämlich die energetischen Fakten und Potentiale im Landkreis Roth unter wissenschaftlicher Begleitung zu Tage zu fördern, um dann die nächsten Schritte gehen zu können. Doch hier sei man besonders auf die Mitwirkung aller regionalen Akteure angewiesen, denn nur anhand fundierter Daten könne man tragfähige Konzepte für die Zukunft entwickeln, so Eckstein.

Auftaktveranstaltung KEEK von links: Ralph Möllenkamp (Leiter Kreisentwicklung), Landrat Herbert Eckstein, Prof. Dr. Markus Brautsch (Institut für Energietechnik), Thomas Janker (Institut für Energietechnik), Andreas Scharrer (Regionalmanagement)

Das EnergieForum, wie es im Rahmen der Auftaktveranstaltung nun erstmals zusammen gekommen war, stellt die zentrale Informations- und Diskussionsplattform für das Kommunale Energie-Entwicklungs-Konzept dar. Dort werden auch die Ergebnisse der Ist-Analyse und der Untersuchung, wo noch Potentiale ungenutzt sind, vorgestellt; auf dieser Basis werden dann konkrete Ziele für die Zukunft festgelegt, erklärte Andreas Scharrer vom Regionalmanagement im Landkreis Roth. Er und sein Team koordinieren, gemeinsam mit der unabhängigen Energieberatungsagentur ENA des Landkreises, das Projekt.

Prof. Markus Brautsch vom beauftragten Institut für Energietechnik an der Hochschule Amberg-Weiden erläuterte bei der Auftaktveranstaltung die weitere Vorgehensweise. So wird für jede der 16 Landkreisgemeinden ein sogenannter „Steckbrief“ erarbeitet, aus dem ersichtlich ist, wie sich die Energiesituation augenblicklich darstellt und welche Potentiale bei Einsparung, Effizienzsteigerung und dem Ausbau erneuerbarer Energien im Gemeindegebiet vorhanden sind; daraus sollen weitere Handlungsmöglichkeiten abgeleitet werden. Dies geschieht differenziert für die einzelnen Sektoren „Private Haushalte“, „Gewerbe, Industrie, Landwirtschaft und Sonderkunden“, „kommunale Liegenschaften“ sowie „Verkehr“.

Auch die Chancen, wie die regionale Wertschöpfung erhöht und wie der Landkreis eine autarke Energieversorgung verwirklichen kann, wird das KEEK zu klären versuchen. Zweiteres bedeute allerdings nicht das „Kappen der Stromleitungen“, betonte Brautsch. Vielmehr sei es das Ziel, dass im Landkreis einmal so viel Energie produziert wie hier auch verbraucht wird.

Wenn alle regionalen Akteure an einem Strang ziehen und die Zuarbeit aus der Region mit den benötigten Daten zügig und reibungslos funktioniert, könnte dass Kommunale-Energie-Entwicklungs-Konzept bis März 2012 stehen, hofft Scharrer auf eine gute Kooperation aller Beteiligten.

Auftaktveranstaltung KEEK von rechts: Matthias Netter (Forstbetriebsgemeinschaft SC/Heideck), Harald Gebhardt (AELF)

Bildvordergrund von links: Werner Bäuerlein (1. Bgm. Stadt Abenberg), Werner Langhans (1. Bgm. Markt Wendelstein)

Auftaktveranstaltung KEEK von links: Wolfgang Scharpff (Vorsitzender Kreistagsfraktion der Grünen), Max Netter (Vorsitzender Kreistagsfraktion der FDP)

von links: Sebastian Dörr (Kreishandwerkerschaft Mittelfranken Süd), Wilhelm Scheuerlein (Handwerkskammer für Mittelfranken)



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