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LANDKREISEIGENE MUSEEN

Vor- und frühgeschichtliches Museum Thalmässing


Im Vor- und frühgeschichtlichen Museum Thalmässing mit dem zugehörigen archäologischen Wanderweg wird Vor- und Frühgeschichte, insbesondere die Kelten-Zeit, lebendig.

Innenraum des Vor- und frühgeschichtliches Museum in ThalmässingZu sehen sind Funde aus dem Raum Thalmässing von der Steinzeit bis zur Völkerwanderung. U. a. sind ein vollständig geborgenes, ca. 4000 Jahre altes Hockergrab und der Nachbau einer hallstattzeitlichen Grabkammer mit Funden aus dem Landersdorfer Gräberfeld zu sehen.

Der Nachbau der hallstattzeitlichen Grabkammer zeigt die Bestattung einer reichen, keltischen Frau die vor ca. 2.500 Jahren lebte. Die Gefäße an der Seite der Toten enthielten Speise- und Trankbeigaben für das Leben im Jenseits. Die Grabbeigaben stammen aus dem Gräberfeld bei Landersdorf, das zwischen 1983 und 1986 vollständig ausgegraben und erforscht wurde.

Gut 4.000 Jahre alt ist das Hockergrab eines Mannes der Schnurkeramikkultur, das unterhalb der Göllersreuther Platte vollständig geborgen werden konnte. Die Angehörigen seines Stammes durchstreiften das Land als Nomaden.

Vor- und Frühgeschichtliches Museum Thalmässing - Grabkammer aus der Hallstatt-ZeitDas Modell eines vorgeschichtlichen Webstuhls, Bilder zum Bronzeguss sowie geschäftete Stein- und Bronzewerkzeuge vermitteln einen Eindruck von frühen technischen Errungenschaften. Zwei Vitrinen geben einen Einblick in die reichen Beigaben aus dem Landersdorfer Gräberfeld.

Die jüngsten Funde stammen aus dem 6. und 7. nachchristlichen Jahrhundert. Zu dieser Zeit hatten die Bajuwaren auf dem Gebiet des heutigen Thalmässing eine Siedlung und einen Friedhof angelegt.

In einer Präsentation im Erdgeschoss kann man an arbeitsfähigen Rekonstruktionen selbst versuchen, steinzeitlichen Schmuck mit Hilfe einer Perlenbohrmaschine herzustellen, Tuch zu weben, Holz zu drechseln, mit Tonstempeln Muster des frühen 1. vorchristlichen Jahrhunderts auf Stoff zu stempeln und vieles mehr. Die Rekunstruktion der Geräte erfolgte durch Vergleiche der Gebrauchsspuren an den Nachbauten mit den vorgeschichtlichen Originalen. Zu allen Gegenständen sind Originalfunde ausgestellt, die die Funktion der Maschinen oder die Produkte zeigen.

Die Präsentation ist auch für Kinder geeignet, die erfahren können, wie die früher alltäglichen Gebrauchsgegenstände funktionieren und wie mühsam man beispielsweise mit Handmühlen Körner zu Mehl vermahlte.

Öffnungszeiten

Von April bis Oktober Dienstag bis Sonntag von 10 bis 12 Uhr und von 13 bis 16 Uhr (Besuche von Gruppen sind auch zu anderen Zeiten nach Voranmeldung möglich).

Eintrittspreise

Erwachsene: 1,50 €
Kinder: 1,00 €
Familien: 4,00 €
Gruppen (ab 10 Pers.): 1,00 €/Person
Schulklassen/Kindergruppen: 0,50 €/Person

Am Museum beginnt der archäologische Wanderweg, der u. a. zu einer rekonstruierten Grabhügelgruppe führt.

 



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generiert am 08.02.2012 10:49:30 ­